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8. Und 's Spätzli sait: „Jsch das der Bricht?
Do sitzt-me zue und fragt nit lang.
Das git-mer Chraft in Mark und Bei
Und stärkt-mer d'Stimm zu neuem Gsang."
9. Der Liebgott het zum Spötlig gsait:
„Rum ab, si hen jez alli gha!"
Druf het e chüele Bergluft gweiht.
Und 's het scho chlini Rife gha.
10. Und d' Blättli werde gel und rot
Und falle eis em andre no.
Und was vom Bode obsi chunnt,
Mues au zum Bode nidsi goh.
11. Der Liebgott het zum Winter gsait:
„Deck weidli zue, was übrig isch!"
Druf het der Winter Flocke gstreut. (Hebel.)
156. I)i6 Eiche.
Die Eiche ist der stattlichste und kräftigste Baum unsererLaubholzwälder, ein wahrer Riese des Waldes. Tief in dieErde schlägt sie ihre starken, knorrigen Wurzeln. Uner-schütterlich fest steht sie in Sturm und Ungewitter. Ihrehundert kräftigen Äste reckt sie wie riesige Arme schirmendaus. Der müde Wanderer eilt freudig zu ihr hin; in ihremSchatten findet er süße Ruh’. Hoch in den Zweigen singtihm der Yögel Chor das Schlummerlied. — Ihren Stammkönnen oft mehrere Männer kaum umfassen. Unzählbareschön geschweifte Blätter bilden die große, grüne Krone.Grüne Blütenkätzchen und rötliche Spitzchen hangen im Früh-jahr dazwischen und im Herbste viele niedliche Eicheln, diein körnigen Näpfchen sitzen. Flechten hangen in langen,weißen Bärten von den Zweigen.
Welche Menge von Tieren pflegt die königliche Eiche!Schnecken kriechen langsam empor, um von dem frischenLaube zu speisen. Kleine Gallwespen laufen an den Blättern