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6. Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und früh ist’s wieder aufgewacht;
Da hatt’ es glasene Blätter fein.
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein sagt: „Nun bin ich froh;
Kein Baum im Walde glitzert so.“
7. Da kam ein großer WirbelwindMit einem argen Wetter,
Der fährt durch alle Bäume geschwind,
Und kommt an die glasenen Blätter;
Da lagen die Blätter von GlaseZerbrochen in dem Grase.
8. Das Bäumlein spricht mit Trauern:
„Mein Glas liegt in dem Staub,
Die andern Bäume dauernMit ihrem grünen Laub;
Wenn ich mir noch was wünschen soll,Wünsch’ ich mir grüne Blätter wohl.“
9. Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und wieder früh ist’s aufgewacht;
Da hatt’ es grüne Blätter fein.
Das Bäumlein lacht
Und spricht: „Nun hab ich doch Blätter auch,Daß ich mich nicht zu schämen brauch’.“
10. Da kommt mit vollem EuterDie alte Geiß gesprungen;
Sie sucht sich Gras und KräuterFür ihre Jungen;
Sie sieht das Laub und fragt nicht viel,
Sie frißt es ab mit Stumpf und Stiel.