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4. Sind Blitz und Donner unter mir.
So steh' ich hoch im Blauen hier;
Ich kenne ste und rufe zu:
„Laßt meines Vaters Haus in Ruh'!
Ich bin der Knab' vom Berge!"
5. Und wenn die Sturmglock' einst erschallt.
Manch Feuer auf den Bergen wallt.
Dann steig' ich nieder, tret' ins Glied,
Und schwing' mein Schwert, und sing' mein Lied:
„Ich bin der Knab' vom Berge!" (Uhland.)
21V. Der Milchbuh im GeMrg.
Mit dreizehn Jahren ist der Sohn des Älplers schon eintapferer Arbeiter. Meistens eher klein als groß, aber vonzähem, gedrungenem Körperbau, bewältigt er im Sommer einStück Arbeit, das seinem Alter alle Ehre macht. Früh umdrei Uhr im Hochsommer rüttelt der Vater den Buben ausdem Heulager auf. Noch ist’s draußen dunkel, und der Morgen-wind saust scharf und kalt um die Sennhütte. Aber derBub muß hinaus, da hilft alles nichts. Das Anziehen machtihm wenig Mühe, denn wo es keine Decke gibt, da legt mansich in den Kleidern aufs Alpheu hin und zieht, wenn eskalt wird, etwas von diesem über sich her. Das nahe Büch-lein, das eiskalt über die Felsen niederrinnt, ist sein Wasch-becken; den Schwamm ersetzt die hohle Hand und das Hand-tuch der Ärmel. Nun holt er sein Tansli, spült es sauberim Bache, füllt es mit der Abendmilch, schöpft sich einenHolzbecher voll heraus und trinkt ihn: das ist sein Frühstück.Hut auf, Stecken in die Hand, der Vater hebt ihm die Tanseauf den Rücken, und fort geht’s, bergab, dem Tale zu. DreiStunden erfordert der Abstieg. Wie nun der Tag an denHimmel stößt, und die Bergspitzen sich vergolden, da hebtder lustige Bub zu singen an, sein Morgenlied, und seineJauchzer hallen von den Felswänden wieder. An gewissen