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Kunden ein neues Hütlein, ein anderer ein Sackmesser, eindritter einen Schulsack, und die Frauen haben Jede auch etwasfür ihn. „Er war ein braver Milchbub, auf den man zählenkonnte,“ sagt die Frau Präsident, „könnte man das nur vonunserm Felix auch sagen! Du bist ein lieber Bursch undwirst einmal ein braver Senn. Von dir nehmen wir nächstesJahr die Milch wieder.“
(Aus „Freundliche Stimmen“, nach Osenbrüggen, Wanderstudien.)
211. Kuhreihen zum
1. Der Ustig rvot cho.
Der Schnee zergeit scho,
Der Himmel ist blaue.
Der Gugger het gschraue,
Der Maie sig cho.
Lustig usen usem Stall
Mit de lüde Chüene!
Üsi schöne Zit isch cho,
Luft und Freiheit wartet scho,
Dinne uf de Flüene.
2. Mängs Vögeli singt,Mängs Büebeli springtUnd juchzet und johlet.
Im Grüne umdrohlet.
Und d's Meiteli singt.
Aufzug auf die Alp.
Gätt di große Treichle herUnd die chline Schelle!Schöner tönt im Ustig nüt,As es lustigs ChüejerglütUn e Chüejergelle.
3. Die Chüe si nüd z'bha!Hans mach-di voraUnd stell-di sri breite.
Mir wei nit meh beite,
Wei z' Alpe jetzt gah!Bhüet-ech Gott, ihr Burelüt,Mir wei setze scheide!
Dankit Gott und zürnet nüt!Löt die ruche ChüejerlütJa-n-ech nit verleide.
(G. I. Kühn.).
212. Der Ziegenhirt in den Alpen.
Zuoberst im Bergtal ist ein armseliges Dörflein. Es bestehtaus lauter niedrigen Hütten, deren Dach fast bis auf den Bodenherabreicht. In der armseligsten von allen wohnt eine armeWitwe mit einer Schar unerzogener Kinder. Das älteste der-selben ist ein zwölfjähriges Bürschchen und heißt Hansli. DiesenHansli haben die Bäuerlein des Ortes seit einem Jahr zu ihremGeißhirten bestellt.