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Drei Rapperswiler Bursche kehrten in der Nähe von Magde-burg, nachdem sie etliche Jahre auf der Wanderschaft gewesen, aufihrer Heimkehr eines Abends bei einem alten Mütterchen ein.Dieses war eine kunstreiche, aber gütige Zauberin und nahm diedrei jungen Gesellen freundlich auf. Während des Essens sprachensie von ihrer Heimat, von dem seeumrauschten Städtchen, den hohenBergen, den ehemaligen Spielgenosfen und von all den Dingen,deren man, vom Heimweh ergriffen, in der Fremde gerne gedenkt.Namentlich aber wünschten sie sehnlich, in ihrer Heimat zu sein,um der monatelangen beschwerlichen Reise zu entgehen und be-sonders die betagten Eltern, von denen sie nun so lange getrenntgewesen waren, bald begrüßen zu können. Die Wirtin, von dieserkindlichen Liebe gerührt, beschloß den Wunsch der drei Wandererzu erfüllen, und sprach, sobald sie eingeschlummert waren, einenZauberspruch über dieselben. Des Morgens, als der eine dieAugen aufschlug, dämmerte eben der Tag rosig über den Bergen,und ein Glöcklein begann in hellen Tönen zu klingen. Er stießdie andern, die noch schlummerten, an und rief, selbst noch zwischenTraum und Wachen schwebend: „Das ist ja das Kapuzinerglöckchenunseres Heimatortes; wären wir nicht so viele hundert Meilen infremden Landen, ich wollte wetten, ich hörte daheim zur Morgen-mette läuten!" Wie nun alle drei recht munter.geworden warenund sich den Schlaf aus den Augen gerieben hatten, da wurdensie gewahr, daß sie sich auf freiem Felde befanden, und sahenstaunend die dunkeln Türme des Rapperswiler Grasenschlosses überden See herüberragen und die Ringmauer des Städtchens ausden Fluten auftauchen. Es war keine Täuschung. Sie bekreuztensich dreimal, dankten Gott und zogen jubelnd zu den Ihrigen. Andem Orte ihres Erwachens aber erstellten sie in dankbarer Er-innerung die drei Kreuze. (Adolf Frey.)
221. Die Mammut- und Rennlierzeit.
1. Bor vile tusig Johren-isch e mängs
E bitzli änderst gsi as hütigstags.
So het zum Bispil euser Schwizerland