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man mit voller Wahrheit sagen: „Einmal ist keinmal," d. h. eshat kaum mehr Wert als keinmal.
Darum erkenne die zweizüngige Schalkhaftigkeit dieses Sprich-wortes und laß dich von ihm nie zu schlechten Dingen verführen,damit deine Rechnung nicht zuschanden werde; traue und folgeihm aber in allen guten Dingen, damit du zur Fülle alles Gutengelangest und nach Jahren deine Rechnung froh und zufriedenschließen und einen hübschen Gewinn vorschlagen mögst!
(I. W. Sträub.)
II.
Nun kommen zwei Sprichwörter, und die sind beide wahr,wenn sie schon einmal widersprechen. Von zwei unbemitteltenBrüdern hatte der eine keine Lust und keinen Mut, etwas zu er-werben, weil ihm das Geld nicht zu den Fenstern hereinregnete.Er sagte immer: „Wo nichts ist, kommt nichts hin." Und sowar es auch. Er blieb sein Leben lang der arme Bruder „Wonichts ist", weil es ihm nie der Mühe wert war, mit einem kleinenErsparnis den Anfang zu machen, um nach und nach zu einemgrößern Vermögen zu kommen. So dachte der jüngere Brudernicht. Der pstegte zu sagen: „Was nicht ist, das kann werden."Er hielt das Wenige, was ihm von der Verlassenschaft der Elternzuteil geworden war, zu Rat und vermehrte es nach und nachdurch eigenes Ersparnis, indem er fleißig arbeitete und eingezogenlebte. Anfänglich ging es hart und langsam. Aber sein Sprich-wort: „Was nicht ist, kann werden," gab ihm immer Mut undHoffnung. Mit der Zeit ging es besser. Er wurde durch un-verdrossenen Fleiß und Gottes Segen noch ein reicher Mann undernährt jetzt die Kinder des armen Bruders „Wo nichts ist", derselber nichts zu beißen und zu nagen hat. (P, Hebel.)
73. Das Roß und der Stier.
Auf einem feurigen Rosse flog ein dreister Knabe daher.Da rief ein wilder Stier dem Rosse zu: Schande! Von einem