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Es befand sich daselbst noch ein anderes Tier, das waraber gar nicht wild und gefährlich. Es sah so sanft aus undhatte ein Paar schöne Augen, die leuchteten wie Sterne. DasTier ging so sachte, daß man es gar nicht hören konnte. Oftsetzte es sich nieder und leckte sich die feinen Härchen glatt,oder leckte sich die Füßchen und strich sich damit durchsGesicht. Ach, das ging alles so schön sanft, und ich wäregern zu ihm hingelaufen und hätte mit ihm gespielt, wennnur der grobe Flügelmann nicht dagewesen wäre, der mirso bange machte, daß ich gleich fortlief.“
„0, mein Kind,“ sagte die Mutter Maus, „freue dich, daßdu fortgelaufen bist. Das Tier, das dir so wohl gefiel, istunser gefährlichster Feind; der grobe Polterer hätte dir nichtszuleide getan.“
Welche Tiere mögen das gewesen sein? (Gottlob Dittmar.)
81 . Das Eichhörnchen und die Mutter.
Ein Eichhörnchen hörte schon an seiner Mutter Brust denWohlgeschmack der Mandeln preisen. So mie der Sommer wuchs,wuchs auch mit ihm die Lust, von dieser Fürstenkost zu speisen.
Die Zeit erscheint, die Frucht wird abgepflückt; der kleineNäscher beißt entzückt die bitt're Schelfe durch und stampft undgrinst und spuckt. „Ein Tor ist", rief er aus, „wer solches Zeug ver-schluckt! Gewiß die Mutter hat mich nur geneckt. Ich schenk'ihr meinen Teil an diesem Göttermahle. Allein, laß sehn, wastiefer unten steckt!" Er räumt die Hülse weg und kommt nunauf die Schale. „Was ist denn das? Verwünscht, ein Kieselstein?Nein, nein, zum drittenmale will ich der Narr nicht sein. Fortmit der dummen Frucht!" — Sie flog in einen Graben. DieMutter, die kein Wort vom Selbstgespräch verloren hatte, sprangnun aus einem Busch hervor. „Du zürnst umsonst", sprach sie zumnaseweisen Knaben und brach den Kiesel auf, „an dir nur liegtdie Schuld: ein wenig mehr Arbeit, ein wenig mehr Geduld,so würdest du den Kern gefunden haben." (Pfeffey