Band 
Dritter Teil.
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willkürlich seine Schritte; langsam rückten auch die Wetterherauf am Horizonte, zogen sich rechts, zogen sich links,feindlichen Armeen gleich, die sich bald in der Front, baldin den Flanken bedrohen, es ungewiß lassend, ob und wosie zusammenstoßen. Das gefährlichste der Wetter zog seinengewohnten Weg, obenein; da kam von dort her ein anderGewitter rasch ihm entgegen, stellte dessen Lauf, drängte esab von seiner Bahn. Gewaltig war der Streit; schaurig wir-belten die Wolken; zornig schleuderten sie einander ihre Blitzezu. Wie zwei Ringer einander drängen auf dem Ringplatzeringsum, bald hierhin, bald dorthin: so rangen die Gewitter amHimmel, rangen höher und höher am Horizonte sich herauf,und je wilder es am Himmel war, desto lautloser war es überder Erde. Kein Vogel strich mehr durch die Luft; bloß einLämmlein schrie in der Ferne. Uli ward es hang. „Daskommt bös,“ sagte er, „ich habe es noch nie so gesehen.Da ist ein großer Zorn am Himmel; wenn ich nur daheimwäre! Hageln wird es, so Gott will, nicht; es ist mir wegemEinschlagen, es ließe mir niemand das Vieh heraus. In einerguten Viertelstunde zwinge ich’s. “ Wie er das für sich selbersagte, ward er stark auf eine Hand getroffen. Er zuckte zu-sammen, sah um sich, sah einzelne Hagelsteine aufschlagen,auf der Straße durch die Bäume zwicken, nur hie und daeinen, ganz trocken, ohne Regen; aber wie große Haselnüssewaren die Steine. „Es wird doch nicht sein sollen,“ dachteUli, und sein Herz zog sich zusammen, daß das Blut nichtPlatz hatte darin, dessen Wände zu zersprengen drohte.Es hörte wieder auf. Uli dachte: „Gottlob, es wird nichtsein sollen; böser hätte es nie gehen können, als gerade jetzt,so kurz vor der Ernte, und jetzt bin ich soviel als da-heim.“ Uli stand auf einem kleinen Vorsprung, wo der Wegzur „Glungge“ *) abging und das ganze Gut sichtbar vor ihmlag; da zwickte ihn wieder was, und zwar mitten ins Gesicht,

*) Pfütze, Lache, Tümpel.