Band 
Dritter Teil.
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die Bäche durch die Wiesen. Aber Uli überschlug denSchaden nicht, schlug die Hände nicht über dem Kopfe zu-sammen, fluchte nicht, verzweifelte nicht. Uli war zerknirscht,war kraftlos an Leib und Seele, fühlte sich vernichtet, vonGottes Hand niedergeschlagen. Ob er was dachte oder nicht,wußte er nie zu sagen. Er wankte heim, merkte Vrenelinicht, das weit vorn Hause die Knechte regierte, daß sieEinhalt täten den stürmenden Wassern, bis es ihm um denHals fiel mit lautem Jubel und sprach: „Gottlob bist da;nun, wenn du da bist, ist alles wieder gut und gut zumachen. Aber was für einen Kummer ich um dich ausge-gestanden, das glaubst du nicht. Mein Gott, wo warst indiesem Wetter? gewiß im Freien und kamst lebendig davon!“Die freundliche Teilnahme weckte Uli aus der dumpfen Be-täubung, doch bloß bis zu den Worten: „Es wäre vielleichtbesser anders; mir wäre es wohl gegangen und niemandübel.“ „Kit, nit,“ sagte Vreneli; „versündige dich nicht.Es ist übel gegangen, viel zu übel; als es am stärkstenmachte, wollte es mir fast das Herz abdrücken; es war mir,als sollte ich dem lieben Gott zuschreien, was er doch denke.Da fiel mir ein, du könntest beim Wetter sein, vorn Blitzegetroffen werden oder sonst übel zugerichtet. Da war esmir weder um Korn, noch Gras, noch Bäume mehr; es kommtein ander Jahr, und da wachsen wieder andere Sachen;aber wenn es nur Uli nichts tut, dieser recht nach Hausekommt, so macht alles andre nichts, ward mir. Da faßte ichmich, und sobald man vor das Dach durfte, sah ich nachdem Wasser, und siehe, da kommst du daher, und jetzt istalles gut. Jetzt komm heim! du hast es nötig.“ „Siehst,“sagte beim Gehen Uli, „kein Halm steht mehr, kein Blattist an den Bäumen, alles am Boden, alles weiß wie mittenim Winter. Was jetzt?“ Er stand still und zeigte Vrenelihin über das Gut.

Es bot wirklich einen herzzerreißenden Anblick, sahschaurig aus, ein Schlachtfeld Gottes, wo seine Hand über