Band 
Dritter Teil.
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phierend davontragen und läßt ihn erst los, als ein Pfiff seinesHerrn ihm Waffenstillstand gebietet.

Ist der Schauplatz des Zweikampfes im Hafer- oder Gersten-feld — denn auch da hält sich der Igel gern auf — dann läßtdieser sich jagen, d. h. er nimmt Reißaus, kreist rasch herum, ohneindessen aus den bergenden Halmen herauszugehen. So treibt eres eine Viertelstunde lang, dann ist er's müde; er ändert dieTaktik und zieht sich wieder in seine natürlichen Festungen zurück.Falls er aber auf seinen Rundfahrten irgendwo vielleicht eineWasserleitung oder Erdhöhle entdeckt hat, dann ersieht er seinenVorteil, schlüpft vergnüglich unter und läßt dem wütenden Kläfferdas Rachsehn. (Otto Sutermeister, nach Urbain Olivier 1

88. Die Königin der Nacht.

Zur Zit, wo d’Bueche grüene, d’Maierisli dufte undd’Bächli heiter und gschwätzig dur bluemegi Matte spazieregöhnd, chunnt-mer z’Obe, wenn-i schlofe will, allewil öpperi Garte und vor mis Fenster cho spile, Do mach-i ’s Läufterliuf, luege-n use im häle Mondschin, lose und lose, chummenid gnueg über und vergisse der Leblos; jo i vergunn-emschier si Chunst und sis fröhlich Ginnet und denke: „Wenn-i’s numme au so chönnt! Es isch grad, wie wenn-er mi wetttröste. Jo er tuet’s, und es taut i mis Gmüet wie Mondschinin e dunkle, dicke Wald. Und ist der Spilma fertig, so mach-i’s Läufterli zue und schlofe so ruejig und i heitere Träume.

Und wer ist-es mit sim heitere Sinn und der helleStimm, wo-mer all Obed i Garte chunnt? Es chlis, armsBürschli, es Vögeli ohni Hus und Heimet! Ist hüt do, morndert, bet nit emol es Bündel! bi-nem, as wie-n-es goht undstobt, Summer und Winter im brune Röckli und ohni Schüeli!Doch gseht-me nüt Blätzets an-em und nüt Usüberlichs! Undwas braucht der Spilma denn meh? Ist-er doch glücklig isiner Armuet, singt nid für’s Geld und freut doch so mängsGmüet! Het-er numen e grüene Busch, es Bitzli Brot und vorallem e früsche Trunk, so ist-er z’fride! (Rud. Mayer.)