Band 
Dritter Teil.
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89. Der Totengräber.

Vorn Totengräber habt ihr gewiß schon alle gehört, undihr stellt euch den Mann vor, der das Grab macht und denErdhügel aufschüttet auf die hineingesenkte Leiche. Dochich kenne noch einen andern Totengräber, der kleine tierischeLeichname beerdigt und das mit solcher Geschicklichkeit undBehendigkeit, daß man fast glauben möchte, es gehe mitunrechten Dingen zu. Aber in der Natur geht alles mitrechten Dingen zu, wenn wir nur Augen dafür haben, undauch in diesem Falle werdet ihr euch davon überzeugen.Wollt ihr den merkwürdigen Totengräber, jeinen schwarzenKäfer, dessen Flügeldecken oft orangenfarbene Bänder zieren,wollt ihr ihn zu Gesichte bekommen, so dürft ihr nur imFrühlinge oder im Sommer eine tote Maus oder einen totenVogel ins Freie, etwa auf eine freie Stelle im Garten, legen,und er wird nicht lange auf sich warten lassen. Bald summteuch etwas um die Ohren, und mit einem Geschnurre wirftsich’s herab auf das tote Tier. Das ist der Totengräber, undihm folgt bald noch einer oder einige. Husch, sind sie unterdem Leichnam, und was suchen sie da? Das will ich euchverraten! Sie wollen die Erde, worauf der tote Körperliegt prüfen, ob sie leicht aufzugraben, oder ob sie etwa zuhart ist. Merk’ auf! Tausend, die tote Maus zeigt Be-wegungen! Weiter und noch weiter, obgleich sie ihre vierFüßchen von sich gestreckt hat! Da seht ihr’s, das sind diefleißigen Totengräber, die haben den Boden nicht für gutbefunden; daher nehmen sie die Maus auf den Rückenund tragen sie langsam fort, bis sie an eine lockere Stellegelangt sind. Halt, jetzt ist keine Bewegung mehr zumerken; doch die Totengräber kommen noch nicht hervor undweshalb nicht? Das kann ich euch sagen. Jetzt schickensie sich an, das Grab zu machen; denn sie haben die dazunötigen Werkzeuge bei sich. Seht, zuerst wühlen sie. sichunterhalb des Leichnams in die Erde; mit den Vorderfüßen