Band 
Dritter Teil.
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als das der Fichten, Linden und Weiden, Tische, Stühle, Krüge,Dosen und andere Dinge. Während er arbeitet, sitzt sein kleinsterSohn am Boden der Werkstatt und spielt mit den gekräuseltenBirkenspänen; die ältern Kinder aber flechten aus dem zähen,lederartigen Bast Schuhe, Taschen und Decken. Hat die fleißigeFamilie ihr Tagewerk vollbracht und von den birkenen Tellernmit birkenen Löffeln gegessen, so legen sich alle zur Ruhe. Aberihre Betten sind nicht mit Federn gestopft, sondern mit getrocknetenBirkenblättern, welche die Kinder im Herbste aus dem Waldeholten. Erkrankt einmal ein Glied der Familie, so legt man dieim Frühling gesammelten Knospen des wohltätigen Baumes inheißes Wasser und bereitet so dem Kranken ein Bad, das ihm dieSchmerzen lindert und gewöhnlich auch Heilung verschafft. Führtaber die Krankheit zum Tode, so wird dem Geliebten eine Birkeauf das Grab gepflanzt, unter deren hängenden Zweigen die Hinter-bliebenen alljährlich niederknien und das Rauschen und Flüsternder Blätter vernehmen, als brächten diese Kunde aus dem Grabedes Dahingeschiedenen. — Selbst den herzerfreuenden Wein birgtder Baum in seinen Saftröhren. Im Frühjahr nämlich ziehendie Birken so viel Saft an sich, daß derselbe von den äußerstenSpitzen der Zweige wieder herabträufelt. Diesen Saft kann manden Bäumen abzapfen und in der Haushaltung und Medizin be-nutzen. Ungefähr in der Mitte des März, ehe die Bäume aus-schlagen, schält man an dem Stamm gegen die Mittagsseite dieäußere Rinde ab und bohrt schräg von unten nach oben drei bisvier Zentimeter tief hinein. Drei Zentimeter tief unter dieserÖffnung befestigt man eine blecherne Rinne und setzt ein Gefäßdarunter, worein der Saft vermittels der Rinne geleitet wird.Er ist hell und süßlich. Läßt man ihn gähren, so gibt er eingeistiges Getränk, das dem schäumenden und perlenden Cham-pagner ähnlich ist. Verdampft man aber den Birkensaft, so erhältman einen zuckerhaltigen Syrup, der an Süßigkeit dem gewöhn-lich gebrauchten nichts nachgibt. Welch ein wunderbarer Segenin diesem Baume, der mit dem schlechtesten, dürrsten, sandigstenBoden fürlieb nimmt! (Nach Grube.)