Band 
Dritter Teil.
Seite
175
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Bodenart zu; er verlangt weder starke Arbeit, noch reichlicheDüngung. Der Regen bekommt ihm nach der Meinung der Bauerngut, während ihm der Frost nichts anzuhaben vermag. Bei diesengünstigen Umständen dürfte der Haferbau wieder mehr zur Geltungkommen, nicht nur zum Zwecke, dem Pferde „Brot" zu geben,sondern um eines der ältesten und vorzüglichsten Gerichte wiederauf den Tisch zu stellen.

Unser Augenmerk sollte darauf gerichtet sein, daß das Haber-mus, das unser Volk einst stark erhalten hat, als Nahrungsmittelin unsere Familien zurückkehrte. Das alte Gericht, das früherallgemeine Nahrungsmittel des Schweizervolkes, fällte nicht längerin die unwirtlichen Täler Schottlands oder Skandinaviens verbanntsein, es sollte zur Verbesserung unserer heutigen Volksnahrung,zur Wiederbelebung der alten Schweizerkraft auf unsern Tischzurückkehren. Dr. O. H. nach Alfred Bücher.

93. Der Strahler.

Strahler nennt man in Alpengegenden den Kristall-gräber; denn der Kristall heißt „Strahl“. In der Höhle amZinkenstock beim Lauteraargletscher wurden im Jahre 1719einige tausend Zentner Kristall gewonnen, die einen Ertragvon 70,000 Franken abwarfen; darunter befand sich ein Stückvon acht Zentner Schwere. Ähnliche Funde wurden auf derGrimsel, in einer Höhle des Fieschertales und wiederumbei Naters im Wallis gemacht. Die Prachtstücke schmückendie Museen aller Länder; die übrigen werden von Goldschmiedenverarbeitet. Funde an Rauchtopas, wie sie bisher großartigernie gesehen worden waren, förderten die Strahler von Gut-tannen im Sommer 1868 zutage. Neben diesen großen Ent-deckungen, die jeweilen die ganze Bevölkerung einer Talschaftauf die Beine brachten, wurde das Kristallgraben seit Jahr-hunderten von einzelnen fortbetrieben, die sich das „Strahlen“im Sommer zu ihrem eigentlichen Beruf erwählten.

Die Beschäftigung des Strahlers ist von halsbrecherischerGefährlichkeit. Der Kristallgräber, wie man ihn am Badus,