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im Maderanertal, in Guttannen antrifft, sieht in seiner Aus-rüstung dem Bergführer ähnlich. Ein Ränzchen am Rücken,ein Seil um die Schultern, einen Bickel, den sog. „Gräbel“,in der Hand: so zieht er aus in die Flühe. Auch der Strahlen-stecken fehlt nie, eine an dem einen Ende umgebogene Eisen-stange, womit er in den Löchern und Ritzen ergründen will,ob Kristalle sich angesetzt haben. Wo sich solche finden, holter sie damit heraus. Der Tornister verwahrt einen kräftigenHammer, der.dazu dient, die „Strahlen“ vorn Gestein abzulösen.
Stundenlang sucht der Kristallgräber. Wo sich durchdunkle Felsmassen ein gelblichweißes Band zieht, winkt ihmdas Glück. Die hellschimmernde Ader in der Fluh tritt einwenig hervor, ihre Außenseite zeigt Risse und dunkle Flecken:das könnte der Eingang zu einer Höhle sein, dort muß ergraben. Aber wie zum Steinbande gelangen? Da bleibt ihmnur eins übrig, wenn er nicht andere ins Geheimnis ziehensoll: er schlägt den Bickel, wo immer es sich tun läßt, inden Felsen ein, bindet sein Seil daran fest und läßt sichdaran herunter. Da schwebt er in freier Luft über demschauerlichen Abgrund. Risse der Bickel los, oder zerriebe sichdas Seil an der scharfen Kante, so läge er zerschmettert untenauf der Schutthalde. Glücklich ist er beim Steinbande an-gelangt; er schwingt sich nach rechts, nach links und läßtseine Blicke über das Band hingleiten. Sieh’ da! In kleinenRitzen glänzen Gruppen winziger Kristalle. Es öffnet sicheine größere, glückverheißende Spalte. Jetzt gilt es An-strengung, Mut und Vorsicht.
Vorn Hammer getroffen springen die Steine ab und polternin die Tiefe. Der Gang weitet sich. Er streckt den Armhinein. Richtig, da kleben sie, die Kristalle, an der kaltenWand. Zitternd vor Aufregung schiebt er sich in die Öffnung,läßt ein Zündhölzchen aufblitzen und schaut da die schimmern-den Schätze, teils am Boden, teils an der Decke, teils anden Wänden der metertiefen Höhle. — Seine Gedankenschweifen hinab ins Tal zu Weib und Kind. Eine Ziege,