Band 
Dritter Teil.
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meldete. Wie glücklich mußt Du doch jetzt sein, daß Duwieder, ohne heftige Schmerzen zu leiden, umhergehen undDich an der schönen Natur freuen kan n st! Es war ja sotraurig für Dich, monatelang im Zimmer sitzen zu müssenund zuzusehen, wie andere, nichts wissend von Unglück undLeid, so frisch und fröhlich an Dir vorbeischritten. Abernun ist ja alles vorüber, und wir wünschen recht von Herzen,daß Du noch lange, lange am Leben und gesund bleibenmögest.

Nicht wahr, nun kommst Du auch recht bald zu uns?Weißt Du, Du hast es uns ja versprochen, bevor Du krankwurdest. Wir wollen dann herrliche Spaziergänge machen;die Bäder und die frische, reine Luft bei uns werden Dirgewiß gut tun.

In der freudigen Erwartung, Dich bald hier zu haben,grüßt Dich herzlich

Deine Nichte

Marie.

(J. Blaser.)

110. Bericht über die Leitung des Hauswesens währendder Abwesenheit der Mutter.

Aar au, den 19. Juni 1905.

Liebe Mutter!

Mit Freuden haben wir aus Deinem Briefe ersehen, daßDir, liebe Mutter, die Kur sehr gut bekommt. Wir finden uns,Gott sei Dank, alle gesund und wohl wie damals, als Du unsverließest. — Es sind nun schon einige Tage seit Deiner Abreiseverflossen, und ich will daher nicht länger säumen. Dir über unserTun und Treiben Auskunft zu geben.

In der Haushaltung hat sich bis dahin nichts Besondereszugetragen. Freilich kommen zuweilen etwa kleine Unvorsichtig-keiten und Mißgeschicke vor, wie z. B. gestern, da Leo, der kleineSchelm, den für das Mittagessen bestimmten Braten „mit Stumpf