Band 
Fünfter Teil.
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mit großem Interesse diese Übungen, die den Stolz des damaligenBasels bildeten. Jung und alt fanden sich jeweilen dazu ein;ja es waren in frühern Jahren schon Hymnen darauf gedichtetworden. Es kennzeichnet dies am besten jene leichtlebige Be-völkerung, die über den Geßnerschen Idyllen und Hirtengesängendas Dröhnen des Donners nicht.vernahm, der langsam, aberunaufhaltsam von Frankreich her sich unserm Gebiete näherte.Darum dachte kaum einer dieser schön geschmückten Parade-soldaten, daß statt dieses hübschen Kriegsspiels vielleicht die aller-nächste Zeit den blutigen Ernst der Revolution im eigenen Landebringen könnte.

Nachdem der Markgraf noch der Kupferstichsammlung desHerrn Mechel einen Besuch abgestattet und die Gemälde undStiche des Malers Birmann und des Graveurs Huber besichtigthotte, verreiste er wieder. Gewiß haben ihn die Kunstsammlungen undwohl auch die Bibliothek in hohem Maße befriedigt. Ob ihnober auch die militärischen und Sicherheitsmaßregeln der Republikberuhigt und über die drohenden Gefahren hinweggetäuscht haben,dürfte kaum anzunehmen sein. (S. Freivogel,)

26. Die Schrecken des Krieges.

Aus der Schlacht bei Wörth, 6. August 1870.

Die Vorboten der Schlacht. Schon ganz früh,Mischen 4 und 5 Uhr, waren einige Kanonenschüsse gefallen.Welchen Eindruck dieses erste Auskrachen der Geschütze auf dieganze Bevölkerung machte! „Jetzt geht's an, jetzt schlägt dieschwere Stunde, was wird's geben? Jst's denn möglich? Nein,das hätten wir nicht geglaubt, der Fänd vor unseren Toren, sonah, so nah . . (gi ne Schlacht also; eine Schlacht hier beiFröschweiler! Großer Gott, erbarm' dich, jetzt geht alles zu-grunde!" So heult's von einem Ende des Dorfes zum andern.

nch im eigenen Hause gerät alles in Bestürzung und Schrecken.»Wo fliehen wir hin? Was machen wir mit den Kindern? mita unsern Sachen?" Ich wende mich an den Doktor Sarasin:--Sagen Sie mir aufrichtig, sind das alles Vorboten einer wirk-