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Pferd in prächtiger Rüstung, so ernst, so feierlich, so totenbleich!Herr Gott, welch großer, unvergeßlicher Augenblick! — Siesprechen zusammen, unruhig, bedeutungsvoll, sie erteilen Befehle,sausen im Galopp die Gasse hinauf, kommen wieder — gegenWörth hinab, gegen Elsaßhausen hinüber. Jetzt ist auch derMarschall verschwunden. Fahre wohl, o Held von Magenta, duträgst auf der Degenspitze das Schicksal deines Kaisers! GeneralDucrot aber und seine Stabsofsiziere sind noch dageblieben. Erfragt kurz und trotzig, ob ihn jemand auf den Kirchturm begleitenwolle. Wir steigen hinauf, wir schauen in die Ferne, überblickenden ganzen Horizont; die Herzen schlagen bange — dort drübenauf dem Scheitel jener Hügel stehen die dunkeln Massen. Jasiehe! siehe! sie bewegen sich wie Meereswellen, langsam vor-wärts, abwärts — es kracht schon wieder, es wird einem schwind-lig auf dieser hohen Warte. Wir steigen gesenkten Hauptes hinab.Niemand spricht ein Wort. General Ducrot trägt auf dem An-gesicht eine Welt voll Sorgen und Erbitterung; er schwingt sichaufs Pferd und fliegt zu seinen Regimentern. Es ist halb achtUhr. Die Schlacht hat begonnen.
Der 6. August 18 70. Die ersten Kanonensalven donnernin östlicher Richtung. Der Feind wirft seine Geschosse von derHöhe herüber. Sie fliegen mehr links, gegen den Lerchenberghinüber. Von dort kriegen sie Antwort, es knallt drauf und drauf.Dort bringen sie schon einen Artilleristen, dem's den Fuß zer-schmettert hat. Er sagt, die deutsche Granate sei mitten in diefranzösische Batterie gefahren und habe den Hauptmann und vierMann verwundet. Man legt ihn ins Schulhaus auf den Boden.Bald hören wir auch Kleingewehrfeuer vom Tal herauf; esknattert recht lustig dort unten; sie müssen bei Wörth schonziemlich nahe aneinander sein. Wer's doch sehen könnte! Aberdas sind erst kleine Eröffnungsszenen zum großen Trauerspiel.Äch, wenn nur dieser Tag vorüber wäre! Jetzt wissen wir, wied'ran sind: Fröschweiler liegt mitten im Kreise. Gott seiunserm Dorf und allen Einwohnern gnädig! Wie ist's plötzlichstille, so stille geworden auf den Gassen; gerade wie wenn der