Band 
Fünfter Teil.
Seite
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Stickmuster, die sie dann mit geschickter Hand ausführte. So wurde wcdie Versetzung nach Paris ermöglicht. ^

Schon im zweiten Jahre seines Aufenthaltes daselbst erhielt lalDufour als Unteroffizier 20 Fr. Monatssold. Nun verzichtete erauf Geldsendungen von Hause. 1809 wurde er als Osfiziersaspirant sie

in die Genieschule zu Metz versetzt. Schon 1810 erhielten die ui,

fünf besten jungen Leutnants daselbst, unter ihnen Dufour, denBefehl, sich auf die jonischeJnsel Korfu zu begeben, umBefestigungs- sie

arbeiten zu leiten. Andernfalls hätten sie wohl den 1812er Feldzug D

nach Rußland mitmachen müssen. ^

Auf Korfu entwarf der junge Genfer Ingenieur eine Plan-zeichnung der Insel und der Festuugsstadt. Da zuallererst kamen 1e

er und seine Arbeitsgenofsen auf die Idee, durch Höhenkurven- ®

linien das Kartenbild reliefartig zu gestalten. Bei einerAusfahrt auf das Meer wurde Dufours Kanonenbarke von englischen 6

Schiffen überfallen. Während des Kampfes entzündete sich der N

Pulvervorrat auf dem französischen Fahrzeuge. Hauptmann Dufour, si

stark verbrannt, stürzte sich sofort ins Wasser. Im Spital zu Korfu "

schwebte er zehn Tage lang zwischen Tod und Leben. Noch längere ^

Zeit blieb er blind und gehörlos. Seine kräftige Natur verhals 8

ihm zwar zur vollen Genesung; aber der frühere so prächtige 11

Krauskopf war nun bleibend durch Narben entstellt. ^

Mit Napoleons I. Sturz (1814) kam Korfu an die Engländer, ^

und die französische Besatzung wurde nach der Heimat eingeschifft. 11

Weil Dufour napoleonisch gesinnt war, setzte ihn die bourbonische ^

Regierung auf Halbsold. 1815 wurde die Stadt Genf wieder l '

mit der Schweiz vereinigt. An Dufour trat die Wahl: Verzichtauf das Genfer Bürgerrecht gegen sofortigen höhern Offiziersrang e

in Frankreich, oder Streichung aus der französischen Mannschafts- 8

liste. Er entschied sich freudig dahin, ein Sohn der Schweiz zu bleiben. ]

Schon 1819 wurde Dufour Mitglied des Stadtrates von ^

Genf. Er betrieb und leitete die Schleifung der Festungsmauern,die Erstellung der See- und Rhonequais (Uferstraßen), die Ver- 3schönerung der Rousseau-Insel und anderer öffentlicher Plätze sowieden Bau verschiedener Drahtbrücken. Zwanzig Jahre hindurch