Band 
Fünfter Teil.
Seite
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und als die eidgenössischen Truppen auch hier in dem heißem Kampfebei Gislikon an der Reuß Sieger blieben, da war die Macht desSonderbundes gebrochen.

Rasch ergaben sich nun Zug und Luzern, dann die Urkantone,und zuletzt, am 29. November, auch Wallis. In 25 Tagen warder Krieg beendigt, bevor Frankreich und Österreich Zeit hatten,sich einzumischen. Im ganzen waren 117 Mann umgekommenund 552 verwundet worden.

Alle, auch die Sonderbündler, waren erfüllt von dem Lobe destüchtigen und menschenfreundlichen Generals, der zu siegen wußte,ohne viel Blut zu vergießen, und den Gegner zu zwingen verstand,ohne ihm unnötig weh zu tun. Ihm hatte man es darum in ersterLinie zu verdanken, daß sich rasch eine Versöhnung anbahnte, dieum so schneller eine allgemeine wurde, als die siegreichen Kantonenach kurzer Frist den unterlegenen einen großen Teil der Kriegs-schuld schenkten. Die Tagsatzung übermittelte dem General feierlichden Dank der ganzen Eidgenossenschaft, begleitet von einem Geschenk,das in einem Ehrendegen und 40000 alten Schweizerfranken bestand.

Dufour hätte im Ausland hohe Stellen erhalten können; aberer schlug sie alle aus, um auch ferner seinem Vaterlande zu dienen.Das tat er zunächst wiederum als General, als die Schweiz inden Jahren 1849 und 1852 ihre Neutralität und 1856 ihrenneuenburgischen Besitz zu verteidigen hatte.

Einen Ruhm anderer Art gewann der unermüdlich tätigeMann sich und seinem Vaterlande durch die Herstellung der großenSchweizerkarte, die 25 Blätter umfaßt und seinen Namen trägt?)Von 1833 bis 1865 hat er mit größter Sorgfalt daran gearbeitet.Der internationale Geographenkvngreß in Paris (1875), der Dufourzu seinem Ehrenpräsidenten ernannte, bezeichnete sie als das bestealler bestehenden Kartenwerke.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Dufour im Kreise seinerFamilie bei Genf, oft von hohen und berühmten Männern besucht.Er lebte sehr einfach; in strenger Regelmäßigkeit stand er früh

*) Ihm zu Ehren heißt auch die höchste Spitze des Monte Rosa „Dufourspitze"-