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Akademie nach vierjährigem Aufenthalt verließ, im Sommer 1869,des jungen Dichters Erstlingswerk unter dem Titel „Zither undHackbrett". Das Büchlein fand reißenden Absatz. Lob und An-erkennung wurden dem Dichter in solchem Maße zuteil, daß ihmschier bange werden wollte. Ganz besonders freute ihn auch dasHonorar, das ihm der Verlagsbuchhändler bezahlte — 100 Guldensein erstes mit Dichten verdientes Geld, und der Antrag desBuchhändlers, bald ein zweites Buch folgen zu lassen. Gewanner doch daraus die Gewißheit, daß er aus dem Ertrag seinerFeder leben, also Schriftsteller und Dichter von Beruf werdenkönne.
So war aus dem Waldbauernbub endgültig ein Dichter ge-worden, dessen Ruhm schon mit 26 Jahren in alle deutschen Landezog. Seither schenkt der Dichter, der das sechzigste Lebensjahrbereits überschritten hat, der Welt Jahr für Jahr ein neues Buch.Mehrere seiner Werke hat Rosegger für die Jugend besonders be-arbeitet, so „Waldjugend", „Waldferien", „Als ich noch der Wald-bauernbub war", „Ernst und heiter, und so weiter", lauter Bücher,die Knaben und Mädchen mit großem Genusse lesen.
(A. Wenger, „Oberschüler" 1902).
38. Aus Martin Birmauus Jugendzeit.
1. Martin war das älteste Kind des Ioh. Glieder und derElisabeth Buser von Rüneuberg und erblickte das Licht derWelt am 26. November 1828. „Das Sinnen und Trachten derEltern," heißt es in dem von ihm selbst verfaßten Lebensbilds,«ging auf den Erwerb von Ackern. Regelmäßig alle drei Jahre wardein Acker gekauft — in der Zeit von fünfzehn Jahren fünf Acker —bie aus dem verdienten Arbeitslohn „in Terminen" bezahlt wurden,ahne je versetzt zu werden. Jedes Jahr mußte ein solcher Gant-termin herausgeschlagen werden; fünfzehn Jahre lang ward diestrotz zeitweiligem Stocken der Industrie, trotz so manchem andernbringenden Bedürfnis durchgeführt. Johannes war peinlich genauln der Jnnehaltung der Fristen. Jahraus, jahrein schlug der