Band 
Fünfter Teil.
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die Freiheit den Ditmarschen, dann verdorren, aber eine^tster werde ihr Nest darauf bauen und fünf weiße Junge aus-sen. Und so geschah es. — Blutlinden, Femlinden, Geister-nden, Gerichtslinden u. s. w. gibt es viele. Noch häufiger sindöte heiligen Linde», indem es sehr gebräuchlich war, die LindenBildstöcke für Marien- und Heiligenbilder zu benutzen. Mehrere^tte haben von solchen Linden ihren Namen erhalten, z. B. Heiligen-mde in Ostpreußen, wo, wie man sagt, alle Bäume der Gegendach nach der Linde und dem dort gegründeten Kloster hinneigen.Kloster Mariaschein in Böhmen hat eine heilige Linde, dieKreuzgange des Klosters umgeben wurde, überhaupt sindLinden von jeher mit heiliger Scheu geschont worden, undMancher bedeutende Park wurde wegen eines solchen Baumes ver-ändert. Jeden andern Waldbaum würde man als Hindernis^geschlagen haben.

Noch mehr als ein Sagenbaum ist die Linde ein Gedenk-°aum. Unsere Vorfahren pflanzten Linden, um ein merkwürdigesfreudiges Ereignis zu bezeichnen wie noch jetzt, obschon inneuerer Zeit die Eiche bevorzugt wird. Trotzdem nun die Eichenoch dauernderes Denkmal bildet, so erreichten doch die altenPflanzungen ihren Zweck sicherer und schneller. Die Linde wächstEhrend eines Menschenalters zu einem ansehnlichen Baume heran,daß die Erinnerung noch besteht, wenn derselbe schon groß ist,°aher weniger leicht vergessen wird. Die Eiche dagegen wächstlangsam, daß man häufig schon vergessen hat, warum sie ge-pflanzt wurde, ehe sie ein Ansehen erhält. Dazu kommt, daß die^nde an bewohnten Plätzen vortrefflich gedeiht, während die Eiche°ki den Wohnungen der Menschen ein Fremdling bleibt, der nichtseinem Platze ist, weil er in den freien, einsamen Wald gehört,"uden, an die sich wichtige Ereignisse knüpfen, gibt es und8ub es viele, so die Linde in Altorf, welche den Tellsschuß sah,

, e zum Andenken an die Murtner Schlacht gepflanzte Lindeps Freiburg, worunter früher an Markttagen das sogenannte^-Mdengericht abgehalten wurde, ferner die Linde an der Stelle,100 das berühmte Beinhaus bei Murten stand, das 1798 von