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Wägsten und Gefürchtetsten treten jetzt auf den Kampfplatz,Kämpfer von erhärteter Kraft, die Ersten in ihren Talgebietenweit und breit. Drei Paare dieser Schwingerfürsten zieren dies-mal die Gruppen. Zuerst tritt ein Ratsherr von Unt erwaldenin den Kreis. Haltung und Blick zeigen etwas Zuversichtliches,doch nichts Herausforderndes. Mit einem Grashalm zwischen denLippen spielend, erwartet er den Gegner. Dieser kommt langsam aufihn zugeschritten; es ist ein wahrer „Fluhsatz" von einem Manne,jeder Zoll an ihm ein Emnientaler, und seine Landsleute gebenihm unbestritten den zweiten Rang unter den Ihrigen, glaubenaber, daß weder im Entlebuch noch diesseit oder jenseit desBrünigs einer seinesgleichen zu finden sei. Der Nnterwaldnerlegt sich zum Angriff aufs rechte Knie und sucht mit ausgestrecktenArmen und tiefgesenkten Schultern den mächtig andringendenGegner abzuhalten; dieser rückt mit kleinen Schritten immer näher,zieht immer fester an und drückt mit der ganzen Wucht seinesmächtigen Leibes auf den entgegenstenimenden Gegner. Schonsieht jedermann den Augenblick, da dieser emporgehoben wird,da plötzlich, fast allen Zuschauern unbegreiflich, stürzt kopfüber,als ob er es „expreß" gemacht hätte, der Emmentaler auf denRücken. Es geschah dies mit dem sogenannten „Stich", einemSchwung, der den Unterwaldnern in dieser ausgezeichneten Weisebesonders zukommt. Noch tönen uns die Ohren vom Jauchzender hoch aufspringenden Unterwaldner bei diesem glänzenden Siege,wobei auch ihre Alphornbläser sofort eine heitere Siegesmelodieanstimmten.
Das nächste Mal benutzte nun aber der Emmentaler seineStärke besser. Kaum in den Griffen, zieht er wie mit einereisernen Winde den Unterwaldner an sich, hebt ihn langsam,Körper an Körper, vom Boden auf und legt ihn dann, ein puresKraftstück, vor sich nieder. Das dritte Mal triumphierte nachhartnäckigem Kampfe wieder die Gewandtheit über die Kraft,indem der Emmentaler einem unerwarteten Schlag in die Knie-kehle unterlag. „Es ist Zeit, daß ich es den Jüngern überlasse,"sagte der Besiegte, als beide sich mit dem üblichen Handschlage