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zurückzogen, dem Zeichen, daß Treue und Freundschaft durch denvorübergehenden Kampf nicht gestört werden sollte. „Und fürmich ift's auch das letzte Mal, daß man mich auf öffentlichemPlatze schwingen sah," erwiderte treuherzig der Unterwaldner;„denn nie könnte ich rühmlicher meine Laufbahn als Schwingerschließen; zudem muß ich bekennen: zweimal hing's nur an einemHärlein, daß nicht ich, sondern du gewonnen hättest."
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Bereits schickten sich wieder zwei stattliche „Mannen" zumZweikampfe an. Es ist ein Schangnauer Schwinger, wasgenug sagen will, um alle wettern Lobsprüche überflüssig zumachen, und ihm gegenüber der auserlesenste Kämpfer aus demOberhasli. Beide kennen sich genau; denn sie haben in frühernJahren einander schon einige Male „gefeckt"'), und der Schangnauerhatte sich öfters geäußert, es sei keinem weniger zu trauen alsdiesem zähen und unerhört gewandten Genisjäger, der übrigensmit der Gewandtheit noch eine seltene Stärke verband. Dawurde man gewahr, was Schwingen sei. Mit einem wahrenKatzensprung hatte der Gemsjäger sofort die rechte Flanke desSchangnauers gewonnen; dieser aber drehte sich „wie ein Wetter-leich" und faßte wieder Stellung; dann standen beide einandergegenüber, Nacken fest an Nacken gedrängt. Nun zieht derSchangnauer an; eisenhart springen die gewaltigen Muskeln seinerArme hervor; aber der Oberhasler drückt so fest zu Boden, daßkeine Kraft ihn demselben entheben kaun. Endlich sind nach un-fruchtbarem Kampfe beide Schwinger genötigt, einander „fahren"zu lassen. Für den Augenblick zu jeder Anstrengung unvermögend,gönnen sich beide für kurze Zeit Erholung. Und wieder arbeitensich beide auf gleiche Weise ab, daß sie ganz ermattet hinsinken.Da bricht es fast nur zu wild auf in dem ehrbegierigen Ober-länder, der sich schon lange in keinen Widerstand mehr hat schickenkönnen. „Dieses Mal muß es den einen oder andern Weg gehen,"sagt er mit bestimmtem Tone, und wirklich ist in plötzlich kühnem
Fecken prüfen, versuchen, auf die Probe stellen.