Band 
Fünfter Teil.
Seite
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Da trat der ausgeruhte Haslitaler wieder aus der Gruppeder von stolzer Hoffnung erfüllten Oberländer. Der Emmen-taler ging ihm sogleich entgegen, und der Obmann, der alsSchwingervater den angehäuften Zündstoff im Herzen der beidenwohl durchschaute, gesellte sich ihnen bei, ließ einige leise Wortevon „freundlichem Schwingen" fallen und blieb dabei, bis dieGriffe geordnet waren. Da drang wie ein losgelassener Löweder Trüber auf den zur Erde sich schmiegenden Gegner ein und„sprengte" ihn mit unwiderstehlicher Kraft vvm Boden aus-Dieser wand schlangenartig sogleich sein rechtes Bein um daslinke des Angreifers, wurde aber durch einen heftigen Fußstoßebenso schnell wieder losgeftoßen und bis zur Brusthöhe empor-gehoben: da „schoß" er, seine schwierige Lage gut benutzend,von oben herab mit beiden Händen dem Widerpart auf dieSchultern, um ihn dadurch rückwärts aus dem Gleichgewicht zubringen; aber der auf alles gefaßte Emmentaler beugte diesemsonst gefährlichen Kunstgriff durch seinen nach hinten gestelltenrechten Schenkel vor und blieb fest wie ein Eichenstamm. Nochversuchte der Emporgehobene durch Umschlingung des gegnerischenNackens das Unheil, das ihm drohte, abzuwenden. Knirschendvor Zorn über den neuen Widerstand, löste mit größter Anstrengungder Emmentaler mit der einen Hand den wie angewachsenenArm, der ihn bald des Atems beraubt hätte, während er sich mitder andern der Schenkel des Oberländers versicherte, die ihmsonst noch hätten entwischen können. Nun war der Augenblickgekommen: in gewaltigem Wurfbogen schleuderte der Emmen-taler den kühnen, wehrhaften Gemsjäger vom Wirbel bis zurFußsohle auf den Rücken, daß die Brust erzitterte und die Rippenkrachten.

Schnell umringten die freunde den langsam sich Aufrichten-den, während die plötzlich verwandelten Emmentaler ihrer unge-bundenen Freude ebenso freien Lauf ließen, wie es die Oberländersoeben getan. „E Brävere git's nit und wird villicht nie ine einecho wie der Hans Ueli, er het's doch use," hieß es allerseits, undein Emmentaler meinte: „Nid für die schönsti Chue i mim Stall