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Hofe bekleideten, oder der Glanz eines Turniers bei Anlaß be-sonderer Festlichkeiten sie in die Stadt rief. Hier saßen die ritter-lichen Schaler, hier das vornehme Geschlecht der Marschalke,in deren Händen die höchsten Ämter der Stadt lagen; kurz, wermehr galt als der Bürger und der Handwerksmann, der bautesich da oben Haus und Hof.
Wo's gegen die alte Pfarrkirche von St. Martin führte, er-innerten die düstern Mauern des Augustinerklosters (jetztMuseum), und jenseits der Kirche von St. Ulrich Ordenshausund Kapelle der Deutschritter (woher der Name „Ritter-gasse^) die umwohnenden Herren und Edeln an ihre Christen-pflicht; mitteninne aber erhob sich, sie alle überragend, das herr-liche Münster, die Zierde der Stadt.
Auf die Burg kam jährlich die Bürgerschaft, wenn bei derLinde die „Freiheit" der Stadt verlesen wurde; hier strömte dasVolk zusammen, wenn die ritterlichen Herren ihre Stechen undTurniere hielten; hier sammelte es sich des Abends unter denLinden zu fröhlichem Tanz, wenn der Bischof seinen Einzug ini>ie Stadt gehalten hatte; hier endlich verschaffte man sich mancheBedürfnisse des täglichen Lebens, wenn die Kaufleute in den amMünster angebrachten Buden am Jahrmärkte der Stadt, amKaiser Heinrichstag und an andern Festtagen dem zur bischöf-lichen Kirche zusammengeströmten Volk ihre Waren feil boten.Bald mußte, wer Holz, Heu, Stroh, Käse, Geflügel, Obst u. a. m.bedurfte, den „Markt auf Burg" aufsuchen. Erst zur Zeitdes Konzils (1431—1448) wurde er auf den Barfüßerplatz,später dann auf den Kornmarkt, den heutigen „Marktplatz",verlegt.
Die Burg galt als der Mittelpunkt des kirchlichen Lebenswie des weltlichen Verkehrs zu der Zeit, wo der Bischof noch
ganz Herr der Stadt war.
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Indem so im Laufe der Zeit die Ansiedlungen um die Burgher sich mehrten, bildeten sich allmählich die nächsten Straßen,gleichsam als Vorstadt, so die Spmundsgasse (der Schloß- oder