Band 
Fünfter Teil.
Seite
296
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Schlüsselberg), die Spiegel-, heute Augustinergasse, welchedie Halde („Rheinsprung") hinunter zum Rhein führte; esentstand die Jsengasse, der Sitz der Eisenhändler; unter derBurg hin zog sich die Freie, d. h. offene, dem freien, ungestörtenVerkehr unter dem Schuhe des Königs stehende Straße'), einStück jenes Straßenzuges, der schon zur Zeit der Römer alsHeerstraße von Augusta her an Pratteln und Muttenz vorbeiüber St. Jakob durch die heutige St. Jakobsstraße und dieAeschenvorstadt nach Basilia und über den Marktplatz und denSpalenberg hinauf nach Arialbinuum (in der Gegend von „Burg"-felden) und Cambodunum (später Cainbete, jetzt Kembs imOberelsaß) geführt hatte"). Zwischen ihr und dem Birsig lag die„Gasse Hugos des Weißen", jetzt „Weißegaffe", quer zu beiden dieLamparter- jetzt Streitgaffe, die Gaffe, wo lombardische Kauf-leute sich angesiedelt hatten. Weiter oben, wo noch im Anfang desletzten (l9.) Jahrhunderts der „Spittel" gestanden, von dem dieheute Münsterberg genannte Gaffe den Namen „Spitalsprung"hatte, hieß die Gegend (um das spätere Barfüßerkloster)„an den Schwellen", von den Schwellen außerhalb der Stadt-mauer, durch die der Birsig für die Flößerei gestaut wurde. Sodehnten sich denn die ältesten Teile der Stadt zwischen Rheinund Birsig aus. Die Straßen der erst später sich ansiedelndenHandwerker lagen alle auf dem linken Ufer des Flüßchens;über Brücken und Stege gelangte man zu den Toren dieserältesten Stadt.

Hinter den Stadtmauern, die vom Birsig zum „EptingerBrunnen" (das „Bäumlein") hinauf gegen den Rhein führten,fanden nun Adelige, Dienstmannen der Kirche und zugewanderteFreie Schuh und Schirm gegen Angriffe von außen; zur bessernVerteidigung waren die Eingänge der engen Straßen hie und dadurch Türme gedeckt, und in kriegerischen Zeiten sperrte man sieüberdies bis tief ins Mittelalter mit Ketten ab.

') Nicht die von Freien bewohnte Straße,tz Siehe Basier Jahrbuch 1905, Seite 1307.