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die Billigkeit und Rechtschaffenheit meines Schwagers. Beidewerden Euch lehren, besser als ich, was unter diesen Umständennötig ist. Grüße ihn herzlich. Dein treuer Bruder
Friedrich Schiller.
81. Danksagung für erwiesene Teilnahme.
Zofingen, den 23 . Mai 1891.
Meine liebe Elise!
Wie froh bin ich, liebe Elise, daß ich endlich nach langen,bangen Wochen wieder einmal zur Feder greifen kann, um Dir zuschreiben und Dir nochmals zu danken für die liebevolle Teilnahnre,die Du mir während meiner Krankheit erwiesen hast! Ich habeDich in dieser schweren Zeit noch viel mehr schätzen und liebengelernt, als dies früher der Fall war; denn ich habe nun eingesehen,daß Du allein meine wahre und treue Freundin bist.
Schmerzlich war ich im Anfang meiner Krankheit enttäuscht,als sich keine meiner Gespielinnen einstellte, um mir die Zeit einwenig zu verkürzen; denn meinem lieben Mütterchen fehlte es anMuße, sich oft mit mir zu beschäftigen. Wie hellte sich aber jedes-wal mein Gesicht auf, sobald ich Deinen Schritt auf der Treppehörte, sobald Deine fröhliche Stimme an mein Ohr drang, die sichso liebevoll und teilnehmend nach meinem Befinden erkundigte.
Nach und nach hörte ich auf, mich nach den andern zu sehnen;denn Du kamst ja, so oft es Dir Deine Aufgaben erlaubten, ummir vorzulesen, von der Schule zu erzählen, oder auch sonst mitmir zu plaudern. Täglich zählte ich die Stunden bis zu DeinerAnkunft, und kamst Du einmal ein Viertelstündchen später, alsich Dich erwartet hatte, so verging ich fast vor Ungeduld. Auchdie liebe Mutter atmete jedesmal erleichtert auf, wenn sie Dichkommen sah, wußte sie doch, daß sie nun einige Zeit ungestörtihren häuslichen Beschäftigungen obliegen konnte.
Nie werde ich vergessen, wie Du um meinetwillen den hübschenSchulspaziergang in den Wald preisgäbest, oder wie Du, um ein