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Möge der Gedanke, daß Sie einen solchen Mann Ihren !Gatten nennen durften, Ihnen reichen Trost bieten in diesenSchmerzenstagen.
Genehmigen Sie, hochverehrte Frau, die Versicherung unsererwarmen Teilnahme und aufrichtigen Hochachtung!
Namens des schweizerischen Bundesrates
Der Bundespräsident:
Ruffy.
Der Kanzler der Eidgenossenschaft:(Gottfried Keller.» Ringier.
80. Schiller an seine Schwester.
Du wirst nun auch erfahren haben, liebe Schwester, daß dieLuise ernstlich krank geworden und unsre arme, liebe Mutter allesTrostes beraubt ist. Verschlimmerte es sich mit der Luise odergar auch mit dem lieben Vater, so wäre die arme Mutter ganzund gar verlassen. Der Jammer ist unaussprechlich. Kannst Dues möglich machen, und glaubst Du, daß Deine Kräfte es aus-halten, so mache doch ja die Reise dorthin. Was sie kostet, be-zahle ich mit Freuden. Reinwald könnte Dich ja begleiten, oderwenn er das nicht wollte, so lange hieher zu mir kommen, wo ichihn brüderlich aufnehnien werde.
überlege, meine liebe Schwester, daß Eltern in solcher be-drängten Lage den gerechtesten Anspruch auf kindliche Hilfe haben.Gott, warum bin ich jetzt nicht gesund und so gesund, als ich esbei der Reise vor drei Jahren war! Aber daß ich über ein Jahrfast nicht aus dem Hause gekommen, macht mich so schwächlich,daß ich entweder die Reise nicht aushalten oder doch selbst krankbei den guten Eltern hinfallen würde. Ich kann leider nichts fürsie tun als mit Geld helfen, und Gott weiß, daß ich das mitFreuden tue. Bedenke, daß die liebe Mutter, die sich bisher sostandhaft gezeigt, endlich unter so vielen Leiden zusammenstürzenmuß. — Ich kenne Dein kindliches, liebevolles Herz, ich kenne