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„Ungern vermiß' ich ihn doch, den alten, kattunenen SchlafrockEcht ostindischen Stoffs; so etwas kriegt man nicht wieder.
Wohl! ich trug ihn nicht mehr. Man will jetzt freilich, der Mann sollImmer gehn im Sürtout^) und in der Pekesche^) sich zeigen,
5 Immer gestiefelt sein; verbannt ist Pantoffel und Mütze."
„Siehe!" versetzte die Frau, „dort kommen schon einige wieder.
Die den Zug mit geseh'n; er muß doch wohl schon vorbei sein.
Seht, wie allen die Schuhe so staubig sind! wie die GesichterGlühen! und jeglicher führt das Schnupftuch und wischt sich den |
Schweiß ab.
10 Möcht' ich doch auch in der Hitze nach solchem Schauspiel so weit nichtLaufen und leiden! Fürwahr, ich habe genug am Erzählten."
Der mit dem Pfarrer des Ortes zusammen heimkehrende Apotheker erzählt:
„Schwerlich
Werd' ich so bald mich freu'n nach dem. was ich alles erfahren.
Und wer erzählet es wohl, das mannigfaltigste Elend!
Schon von ferne sah'n wir den Staub, noch eh' wir die Wiesen15 Abwärts kamen; der Zug war schon von Hügel zu Hügel
Unabsehlich dahin, man konnte wenig erkennen. ^
Als wir nun aber den Weg, der quer durchs Tal geht, erreichten,
War Gedräng' und Getümmel noch groß der Wandrer und Wagen.
Leider sahen wir noch genug der Armen vorbeizieh'n,
20 Konnten einzeln erfahren, wie bitter die schmerzliche Flucht sei,
Und wie froh das Gefühl des eilig geretteten Lebens. ^
Traurig war es zu seh'n, die mannigfaltige Habe,
Die ein Haus nur verbirgt, das wohlverseh'ne, und die einGuter Wirt umher an die rechten Stellen gesetzt hat,
25 Immer bereit zum Gebrauche, denn alles ist nötig und nützlich,
Nun zu sehen das alles, auf mancherlei Wagen und KarrenDurcheinander geladen, mit Übereilung geflüchtet,über dem Schranke lieget das Sieb und die wollene Decke, 3o
In dem Backtrog das Bett, und das Leintuch über dem Spiegel.
30 Ach! und es nimmt die Gefahr, wie wir beim Brande vor zwanzig
') (franz) Überrock. ! ) (poln.) eng anschließender Rock mit Schnürenbesetzt und mit stehendem Kragen.