Band 
Fünfter Teil.
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Jahren wohl auch geseh'n, dem Menschen alle Besinnung,

Daß er das Unbedeutende faßt und das Teure zurückläßt.

Also führten auch hier mit unbesonnener SorgfaltSchlechte Dinge sie fort, die Ochsen und Pferde beschwerend,

5 Alte Bretter und Fässer, den Gänsestall und den Käfig. ,

Auch so keuchten die Weiber und Kinder, mit Bündeln sich schleppend.Unter Körben und Butten voll Sachen keines Gebrauches;

Denn es verläßt der Mensch so ungern das Letzte der Habe.

Und so zog auf dem staubigen Weg der drängende Zug fort,lo Ordnungslos und verwirrt. Mit schwächeren Tieren der eineWünschte langsam zu fahren, ein anderer emsig zu eilen.

Da entstand ein Geschrei der gequetschten Weiber und KinderUnd ein Blöken des Viehes, dazwischen der Hunde Gebelfer,

Und ein Wehlaut der Alten und Kranken, die hoch auf dem schweren10 übergepackten Wagen auf Betten saßen und schwankten.

Aber aus dem Gleise gedrängt, nach dem Rande des HochwegsIrrte das knarrende Rad; es stürzt' in den Graben das Fuhrwerk,Umgeschlagen, und weithin entstürzten im Schwünge die MenschenMit entsetzlichem Schrei'n in das Feld hin, aber doch glücklich.

-0 Später stürzten die Kasten und fielen näher dem Wagen.Wahrlich, wer im Fallen sie sah, der erwartete nun sieUnter der Last der Kisten und Schränke zerschmettert zu schauen.Und so lag zerbrochen der Wagen, und hilflos die Menschen;Denn die übrigen gingen und zogen eilig vorüber,

25 Nur sich selber bedenkend und hingerissen vom Strome.

Und wir eilten hinzu und fanden die Kranken und Alten,

Die zu Haus und im Bett schon kaum ihr dauerndes LeivenTrügen, hier auf dem Boden beschädigt ächzen und jammern.Von der Sonne verbrannt und erstickt vom wogenden Staube."

Aus dem II. Gesang.

30 .„O glücklich, wer in den Tagen

Dieser Flucht und Verwirrung in seinem Haus nur allein lebt.Wem nicht Frau und Kinder zur Seite bange sich schmiegen!Glücklich fühl' ich mich jetzt; ich möcht' um vieles nicht heuteVater heißen und nicht für Frau und Kinder besorgt sein.