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Der jüngre Kimrad; donnergleich erscholl.
Oft wiederholt, des Volkes Beifallsruf.
Als der Gewählte drauf sich niederließ,
Ergriff er seines edeln Vetters HandUnd zog ihn zu sich auf den Königssitz.
Und in den Ring der Fürsten trat sofortDie fromme Kaiserwitwe Kunigund’:
Glückwünschend reichte sie dem neuen KönigDie treubewahrten Reichskleinode dar.
Zum Festzug aber scharten sich die Reih’n,
Voran der König, folgend mit GesangDie Geistlichen und Laien: so viel PreisErscholl zum Himmel nie an einem Tag.
Wär’ Kaiser Karl gestiegen aus der Gruft,
Nicht freudiger hätt’ ihn die Welt begrüßt.
So wallten sie den Strom entlang nach Mainz,
Woselbst der König im erhab’nen DornDer Salbung heil’ge Weihe nun empfing.
(Wen seines Volkes Ruf so hoch gestellt,
Dem fehle nicht die Kräftigung von Gott!)
Und als er wieder aus dem Tempel trat,
Erschien er herrlicher als kaum zuvor,
Und seine Schulter ragt’ ob allem Volk.
(Ludw. Uhland. (Aus «.Ernst von Schwaben» 1817 [II. Aufzug].)
104. Das Heimchen?)
1. Kolumbus lenkt das Schiff und schautIm Geiste das Gestade;
Doch seiner Fahrt Genossen grautAus ödem Meerespfade.
Zwei Spanier plaudern auf der Wacht,
Und einer sagt zum andern:
') Vgl. das Gedicht „Conquistadores“ der spätern Auflagen.