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Das ist uns gleich! Du hast die WahlNur zwischen Gold und hartem Stahl.
Ein nächt’ger Gang von wenig MeilenBefreit dich schnell aus aller Not!
Bleibst du, so stirb! und mit dir teilenDein Weib und Kind den Rachetod.“
5. Zusammen brach der kräft’ge Mann,
Der Schweiß von seiner Stirne rann,
Zwiefältig ringt in ihm der Geist,
Bis sich empor der Normann reißt
Und spricht das Wort voll Grimm und Schmerzen:
„Ihr Jünglinge, vergelt’ euch Gott,
Daß ihr mit eines Mannes HerzenTreibt solch unmenschlich Spiel und Spott.
6. Wohlan! Nicht um den eig’nen Leib,
Nur um die Kindlein und mein WeibFüg’ ich mich eurem harten Zwang,
Den Sündensold ich nicht verlang’.“
Er wendet sich ins Haus und bindetDie Schneeschuh’ an den Knöcheln fest,
Ergreift den hohen Stab und zündetDie Leuchte an dem Kohlenrest.
7. Noch einmal fällt sein trüber BlickAuf seine Teueren zurück;
Sie schlummern ohne Sorg’ und HarmSo selig wie in Gottesarm;
Und leise spricht er seinen Segen.
Dann tritt er vor den Kriegerzug,
Er schreitet aus, und rasch entgegenDem Hochgebirge geht’s im Flug.
8. Da saust der Ski, da stäubt der Schnee,Aus braunen Nebeln schwankt die Höh’.
Vorüber fliegt im Geisterreih’n
Der Wassersturz, der Fels, der Hain.