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Im Schwung und Sprung auf glatten SohlenDurchbraust der Daus' die Winterflur,
Es keucht der Sturm, ihn einzuholen,
Und tilgt die flücht’ge Menschenspur.
9. So durch der Schluchten Doppelnacht,Zur Höh’, wo die Lawine kracht,
Und oh des Gießbachs schwankem StegFührt er sie den verborg’nen Weg.
Dem matten Scheine der LaterneFolgt keck der rasche Kriegerhauf’,
Und endlich hebt sich in der FerneDie schwer bedrohte Stadt herauf.
10. Dort lag sie, — einsam Turm und Tor,Kein Lichtlein schimmert draus hervor,
Und wie die Wolke trüb und schwerLag Mitternachtsschlaf drüber her. —
Er sieht’s mit Gram, hört die BedrängerJetzt kühner stürmen durch das Feld,
Merkt, wie der Feind sich immer engerAn seine flücht’gen Fersen hält.
11. Er schaut hinüber, schaut zurück,
Und alles flirrt vor seinem Blick,
Es ruft aus jedem Busch und Rohr:„Normann, halt ein! was hast du vor?“
Da mußt’ er vor sich selbst erbeben,
Er seufzet, bis zum Tode matt:
,0 Herr, nimm hin mein schuldig Leben!Errette nur die gute Stadt!“
12. Ihm ist, als hab’ es Gott bejaht,
Und kühn erwächst ihm Will’ und Rat. —Dort läuft den steilen Bergeshang
Ein hoher Tannenwald entlang.
Ein Pfad lockt in die Waldeshalle,
Der dicht umschattet abwärts führt