Und sehen mit WeidenUnd gold’nen GetreidenDie fette lombardische Fläche bedeckt.
12. Der Liebling der FrauenNahm, sich zu beschauen,
In Züchten sein silbernes Spieglein hervor,
Besah in der WildnisSein schreckliches BildnisUnd fluchte: „Potz Blitz! Ich bin Ludwig der Mohr!
(K. F. Meyer.)
122. Die Füße im Feuers.
Wild zuckt der Blitz. In fahlem Lichte steht ein Turm.
Der Donner rollt. Ein Reiter kämpft mit seinem Roß,
Springt ab und pocht ans Tor und lärmt. Sein Mantel saustIm Wind. Er hält den scheuen Fuchs am Zügel fest.
Ein schmales Gitterfenster schimmert goldenhell,
Und knarrend öffnet jetzt das Tor ein Edelmann....
— „Ich bin ein Knecht des Königs, als Kurier geschicktNach Nimes. Herbergt miä)! Ihr kennt des Königs Rock!"
— „Es stürmt. Mein Gast bist du. Dein Kleid, was kümmert'sTritt ein und wärme dich! Ich sorge für dein Tier!" smich?Der Reiter tritt in einen dunkeln Ahnensaal,
Von eines weiten Herdes Feuer schwach erhellt,
Und je nach seines Flackerns launenhaftem Liä)tDroht hier ein Hugenott im Harnisch, dort ein Weib,
Ein stolzes Edelweib aus braunem Ahnenbild ...
Der Reiter wirft sich in den Sessel vor dem HerdUnd starrt in den lebend'gen Brand. Er brütet, gafft...
Leis sträubt sich ihm das Haar. Er kennt den Herd, den Saal. - -Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.
Den Abendtisch bestellt die greise SchaffnerinMit Linnen blendend weiß. Das Edelmägdlein hilft.
') Erschien zuerst in breiter, episch behaglicher Darstellung unter dem Titel„Der Hugenott".