Band 
Fünfter Teil.
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Ein Knabe trug den Krug mit Wein. Der Kinder BlickHangt schreckensstarr am Gast und hangt am Herd entsetzt. . .Die Flamme zischt. Zwei Füße zucken in der Glut.

— „Verdammt! Dasselbe Wappen! Dieser selbe Saal!

Drei Jahre smd's . .. Auf einer Hugenottenjagd ...

Ein fein, halsstarrig Weib . . . „Wo steckt der Junker? Sprich!"Sie schweigt. „Bekenn'!" Sie schweigt. „Gib ihn heraus!" SieIch werde wild. Der Stolz! Ich zerre das Geschöpf. .. sschweigt.Die nackten Füße pack' ich ihr und strecke sieTief mitten in die Glut... „Gib ihn heraus!" ... Sie schweigt...Sie windet sich . .. „Sahst du das Wappen nicht am Tor?

Wer hieß dich hier zu Gaste gehen, dummer Narr?

Hat er nur einen Tropfen Bluts, erwürgt er dich."

An tritt der Edelmann. „Du träumst! Zu Tische, Gast..."

Da sitzen sie. Die drei in ihrer schwarzen TrachtUnd er. Doch keins der Kinder spricht das Tischgebet.

Ihn starren sie mit aufgeriss'nen Augen an —

Den Becher füllt und übergießt er, stürzt den Trunk,

Springt auf: „Herr, gebet jetzt mir meine Lagerstatt!

Müd' bin ich wie ein Hund!" Ein Diener leuchtet ihm,

Doch auf der Schwelle wirft er einen Blick zurückUnd sieht den Knaben flüstern in des Vaters Ohr...

Dem Diener folgt er taumelnd in das Turmgemach.

Fest riegelt er die Tür. Er prüft Pistol und Schwert.

Gell pfeift der Sturm. Die Diele bebt. Die Decke stöhnt.

Die Treppe kracht. .. Dröhnt hier ein Tritt? . .. Schleicht dort

ein Schritt? . . .

Ihn täuscht das Ohr. Vorüber wandelt Mitternacht.

Auf seinen Lidern lastet Blei, und schlummernd sinktEr auf das Lager. Draußen plätschert Regenflut.

Er träumt. „Gesteh!" Sie schweigt. „Gib ihn heraus!" SieEr zerrt das Weib. Zwei Füße zucken in der Glut. sschweigt.Auf sprüht und zischt ein Feuermeer, das ihn verschlingt...„Erwach'! Du solltest längst von hinnen sein! Es tagt!"