464
Sehen und warten, ob nicht ein LichtÜbers Wasser hin „ich komme“ spricht,
„Ich komme, trotz Nacht und Sturmesflug,
Ich, der Edinburger Zug.“
Und der Brückner jetzt: „Ich seh’ einen ScheinAm anderen Ufer. Das muß er sein.
Nun, Mutter, weg mit dem bangen Traum,
Unser Johnie kommt und will seinen Baum,
Und was noch am Baume von Lichtern ist,
Zünd’ alles an wie zum heiligen Christ,
Der will heuer zweimal mit uns sein, —
Und in elf Minuten ist er herein.“
* *
* I
Und es war der Zug. Am SüderturmKeucht er vorbei jetzt gegen den Sturm,
Und Johnie spricht: „Die Brücke noch!
Aber was tut es, wir zwingen es doch.
Ein fester Kessel, ein doppelter Dampf,
Die bleiben Sieger in solchem Kampf,
Und wie’s auch rast und ringt und rennt,
Wir kriegen es unter: das Element.
Und unser Stolz ist unsre Brück’;
Ich lache, denk’ ich an früher zurück,
An all den Jammer und all die NotMit dem elend alten Schifferboot;
Wie manche liebe ChristfestnachtHab’ ich im Fährhaus zugebrachtUnd sah unsrer Fenster lichten Schein '
Und zählte und konnte nicht drüben sein.“
Auf der Norderseite das Brückenhaus —
Alle Fenster sehen nach Süden aus,
Und die Brücknersleut’ ohne Rast und Ruh’
Und in Bangen sehen nach Süden zu;