Band 
Fünfter Teil.
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465
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Denn wütender wurde der Winde Spiel,

Und jetzt, als ob Feuer vorn Himmel fiel’,

Erglüht es in niederschießender Pracht

Oberm Wasser unten . . . Und wieder ist Nacht.

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„Wann treffen wir drei wieder zusamm?“„Um Mitternacht am Bergeskamm.“

„Auf dem hohen Moor am Erlenstamm.“„Ich komme.“

„Ich mit.“

„Ich nenn’ euch die Zahl.“

„Und ich die Namen.“

„Und ich die Qual.“

„Hei!

Wie Splitter brach das Gebälk entzwei.“

„Tand, Tand

Ist das Gebilde von Menschenhand!“

(Theodor Fontäne.)

139. Die beiden Züge.

1. Horch, welch ein Jubel, welch ein Glockenhall!Die Straße braust von Menschenwogenschwall.

Das ist ein Drängen, Wimmeln und Gewühl,Begeist'rungshungrig und erwartungsschwül.

Da jauchzt der Aufruhr: „Platz, der Festzug naht!"Musik bricht an. — Wie ich aus Fenster trat.

Sah ich beim Bannergruß und FlaggenwinkenHalbarden glänzen, Morgensterne blinken.

Von Samt und Seide lad)te Farbenlust,

Und frohe Andacht schwellte jede Brust.

2. Plötzlid, durch die geputzte SonntagsweltErtönt ein Halt! Ein ferner Hornstoß gellt.

Die Menge weicht, das Lebehoch verstummt,

Mit dumpfen Schlägen eine Trommel brummt.

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