Band 
Fünfter Teil.
Seite
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47s)

Ihn fort und fort bis zu den SchattenUnd geben ihn auch dort nicht frei.“

18. So singend tanzen sie den Reigen,

Und Stille, wie des Todes Schweigen,

Liegt überin ganzen Hause schwer,

Als ob die Gottheit nahe wär'.

Und feierlich nach alter SitteUmwandelnd des Theaters RundMit langsam abgemeß’nem SchritteVerschwinden sie im Hintergrund.

19. Und zwischen Trug und Wahrheit schwebetNoch zweifelnd jede Brust und bebet

Und huldiget der furchtbar’n Macht,

Die richtend im Verborgnen wacht,

Hie unerforschlich, unergründetDes Schicksals dunkeln Knäuel flicht,

Dem tiefen Herzen sich verkündet,

Doch fliehet vor dem Sonnenlicht.

20. Da hört man auf den höchsten StufenAuf einmal eine Stimme rufen:

„Sieh da, sieh da, Timotheus,

Die Kraniche des Ibvkus!“ —

Und finster plötzlich wird der Himmel.

Und über dem Theater hin

Sieht man in schwärzlichem Gewimmel

Ein Kranichheer voriiberzieh'n.

21. „Des Ibykus!“ Der teure NameRührt jede Brust mit neuem Grame,

Und wie im Meere Well’ auf Well’,

So läuft’s von Mund zu Munde schnell:

„Des Ibykus?, den wir beweinen?

Den eine Mörderhand erschlug?

Was ist’s mit dem? Was kann er meinen?

Was ist’s mit diesem Kranichzug?“ —