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Hörte die Sirenen singen,
Doch noch oft durch die Erinn’rungZieht ein Rauschen wie vorn Bergsee,Wie von Tannenwipfeln, wie vonHeimat — Liebe — Jugendtraum.
(,]. V. Scheffel.)
157. Die Römerstraße.
1. Man spricht im Dorf noch oft von ihr,Der alten drauß’ im tiefen Walde,
Sie zeige sich noch dort und hier,
Am Feldweg und am Saum der Halde.
2. Sie zieht herauf und steigt hinab,
Es weidet über ihr die Herde;
An ihrer Seite manches Grab:
So liegt sie drunten in der Erde.
3. Es führt ob ihr dahin der Steg;
Der Pflüger mit dem JochgespanneGeht über ihren Grund hinweg,
Und Wurzeln schlägt auf ihr die Tanne.
4. Der Römer hat sie einst gebaut
Und ihr den Ruhm, die Pflicht, die Trauer,Der Gräber Urnen anvertrautUnd seines Namens ew’ge Dauer.
5. Und heut’, aus ferner Zeiten NachtBewegt es mich wie nahes Wehen,
Ein Lichtstrahl wie von selbst erwacht,
Ein Augenblick wie Geistersehen.
6. Mir ist, Kohorten schreiten dortGepanzert nach dem Lagerwalle,
Es tönt des Kriegstribunen WortVorn Turm her zu der Tuba Schalle.