Band 
Fünfter Teil.
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2. Und wenn du's da nicht finden magst,

Umsonst ist, daß du weinst und klagst.

Umsonst dein Sehnen, dein Verlangen,

Umsonst dein Hoffen und dein Bangen. —

O frag' mich nicht! — Das Glück find wir.

Das Glück wohnt nur in dir.

(Friedr, Hebbel.)

206. Über Nacht.

1. Über Nacht, über NachtKommt still das Leid,

Und bist du erwacht,

O traurige Zeit! sMorgenDu grüßest den dämmerndenMit Weinen und Sorgen.

2. Über Nacht, über NachtKommt still das Glück,

Und bist du erwacht,

O selig Geschick!

Der düstere Traum ist zerronnenUnd Freude gewonnen.

3. über Nacht, über NachtKommt Freud' und Leid,

Und eh' du's gedacht,

Verlassen dich beid'

Und gehen, dem Herrn zu sagen,

Wie du sie getragen. (Julius Sturm.)

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207. Sammle dich!

1. Willst du dichten — sammle dich!Sammle dich wie zum Gebete,

Daß dein Geist andächtiglichVor das Bild der Schönheit trete,

Daß du seine Züge klar,

Seine Fülle tief erschauest,

Und es dann getreu und wahrWie in einen Marmor hauest!