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Ja es hatte den Anschein, als ob das kiburgische Erbe selberden Savoyern in den Schofi fallen werde. Graf Hartmann der•Jüngere starb, indem er nur ein Tôchterchen hinterlieü, undein Jahr spater folgte ihm sein kinderloser Oheim nach, derden grolJten Teil seiner Besitzungen seiner Gemahlin Mar-garetha von Savoyen, einer Schwester Peters, verschriebenbatte. Dadurch vvâren jene dem llaus Savoyen zugefallen,und schon hoft’te Peter, seine Herrscliaft bis zum Bodenseeauszudehnen, als ihm ein Starkerer in den Arm bel und dieBeute entrill.
7. Rudolf von Habsburg (1218—1291). — Überdem alten Vindonissa erheben sicli auf weithinschauendemHügel die grauen Mauern der Feste Habsburg oder seit 1020Habichtsburg. Darnach naunte sich ein Adelsgeschlechtim Aargau, das sich auf seinem engen Stammsitz nichttriiumen lieli, daû seine Sprossen dereinst über halb Europa,
Amerika und Indien als Kaiser und lvônige herrschen würden,so selir es aucli mit allen Mitteln, gerechten und ungerechten,darnach trachtete, empoi'zukommen. Ein Ahnherr der Habs-burger war einst von den freien Bauern im ReuBtal gebetenwordon, ihr Scliutzherr zu sein. Er willigte ein, benutzteaber die ihm anvertraute Gewalt, um jene Freien zu Horigenherunterzudrücken, indem er ihnen schwere Grundzinsen undFrondienste auferlegte. Ja er ti’ieb sogar einen Teil von Hausund Hof, um seine Leibeigenen an ihre Stelle zu setzen.
Spater erbauten die Habsburger zur Sülme dieses Unrechtesauf dem geraubten Boden das Kloster Mûri. Ans solchen An- 1027fiingen geîangten sie im Laufe des 12. Jahrliunderts zu Ansehenund Reichtum, indem sie Landgrafen im OberelsaB wurdenund aus dem reichen Erbe der Lenzburger, das sie mit denKiburgern teilten, auch die Landgrafscliaft im Aargau undim westlichen Zurich gau nebst zahlreichen Gütern undHorigen erhielten. Um die Zeit, da die Zahringer ausstajiben,vereinigte der damalige Stammhalter des Geschleclits, GrafRudolf der Al te, die saintliclien Besitzungen des Hausesin seiner Hand. Nach seinem Tode aber teilten sich seine