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Schweizergeschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / von Prof. Dr. Wilhelm Oechsli
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69
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Dlarner hielten sich aber dazu nicht für verpfliclitet. Um siemürbe zu machen, scbickten ihnen die Herzoge f'remde Ritterals Yogte ins Land, die strenge Herrschaft übten und dieErbitterung steigei'ten. Als daher die Eidgenossen in das Taleindrangen, wurden sie von den Glarnern nieht als Feinde,sondern als Befreier empfangen. Genie schwuren ihnen dieseTreue und sandten der Stadt Zürich 200 Mann zu Hülfe. Daversuchte der vertriebene Vogt Walter von Stadion einenEinfall von Wesen aus. Allein die Glarner stellten sicli ihmmutig entgegen und erschlugen ilm in siegreichem Gefechte-Auf diese Waffentat hin nalmien die Eidgenossen Glarus am4. Juni 1352 in ihren ewigen B und auf. Ivaum batten siedas Bündnis mit Glarus besiegelt, so rüekten sie vor die Stadt 4. Juni

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Zug, die Ostreich als Ausfallstor gegen Schwyz und Luzerndiente. Hart bedrângt, anerbot sich Zug, sich den Eidgenossenzu übergeben und mit ihnen einen ewigen Bund zu sclnvoren,wofem der Herzog sie nicht binnen drei Tagen entsetze. DieZuger schickten sofort eine Botschaft an Albrecht; alleindieser weilte erst seit einigen Tagen wieder im Aargau undsali sich auBerstande, so rasche Hülfe zu bringen. Deshalbwurde der Bund endgültig abgeschlossen ; auBer der Stadt 27. Juninahmen auch die drei Landgemeinden Baar, Menzingen undAgeri, das sogenannte auBere Amt Zug, daran teil.

8. Brandenburger Friede (1352). Berns ewigerBund mit den Waldstatten (1353).-Endlich hatte derHerzog seine Rüstungen vollendet, und er mochte hoffen, ailesmit einem Schlage wieder zu gewinnen. Mit einem Heerevon 2000 Rittern und 30,000 Mann FuBvolk rückte er zumzweiten Male gegen Zürich: aus ganz Süddeutschland warenihm verbündete Bischôfe, Grafen, Herren und Stâdte zuge-zogen. Die Zürcher hatten aufierhalb der Stadtmauer inweitem Umkreis eine zweite Befestigung, den sogenanntenLetzigraben, angelegt. An dieser wachten sie mit ihrenVerbiindeten 16 Tage und Nâchte hindurch ununterbrochenund schlugen aile Angriffe ab. Da anerbot sich ein im HeereAlbrechts befindlicher Fiirst, der Markgraf Ludwig v o n