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zàhlen gewohnt waren, Frankreich, Ostreich, Spanien, Savoyen,lagen damais untereinandei’ im Kampfe, so daB ihre Ein-mischung nicht zu befürchten war, und ein AnlaB zum Kriegebot sich in einem Streit, der zwischen den Toggenburgernund ihrem Hcrrn, dem Abt von St. Galien, ausgebrochenwar. Die Glaubensfreiheit, die einst der Heimat Zwinglisnacli der Schlacht von Rappel zugesichert worden war, battedie reformierten Toggenburger nicht vor argen Bedrückungengeschützt. Die Abte und ihre katholischen Landvôgte machtenihnen das Leben so sauer als môglich und legten ihrem Gottes-dienste aile erdenklichen Hindernisse in den Weg. Aber nichtnur die evangelischen, auch die katholischen Bewolmer desTaies klagten iiber ungerechte Willkür, iiber Verletzung deralten Freiheiten des Landes. Als der Abt den Bau einerStraBe iiber den Hummelwald befahl, die ihm die mili-tarisclie Verbindung mit den V Orten erleichtern sollte, wider-setzten sich die Toggenburger ohne Unterschied des Glaubens,weil sie darin einen Versuch erblickten, die Frondienste, vondenen sie sich losgekauft hatten, wieder herzustellen. Siefanden in dem langwierigen Streite, der sich daraus entspann,kraftige Unterstützung bei Zürich und Bern, die den AnlaBergreifen wollten, um der Bedriingnis ihrer Glaubensgenossenein Ende zu machen. Die beiden Stadte forderten den Abtdurch eine Botschaft auf, den Toggenburgern Keligionsfreiheitzuzugestehen und ihre alten Rechte zu achten. Als er sichweigerte, luden sie die Toggenburger ein, sich selbst in denBesitz jener Rechte zu setzen, und sagten ihnen oft'en ihrenSchutz und Schirm zu. Das freiheitslustige Volklein lieB sichdas nicht zweimal sagen. Katholiken und Reformierte stromtenzu Landsgemeinden zusammen, wiihlten einen eigenen Land-rat und schwuren, ihre Freiheiten aufrecht zu erhalteu. Aber,wie die Zürcher und Berner der Toggenburger, so nahmensich die katholischen Orte des Ahtes an, da sie in der imTaie eingeführten Religionsfreiheit eine Schadigung ihres Glau-bens erblickten. Zunachst suchten sie die katholischen Toggen-burger zum Abfall von der gemeinsamen Sache zu verleiten.