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sammelte er seine Mannscbaft wie zu einer Musterung undzog an ilirer Spitze in Lausanne ein. Hier trat er vorden Rat der Stadt und erôffnete ihm seine Absicht, dieWaadt von der berniscben HeiTschaft zu befreien; Lausannebraucbe sich nur an die Spitze der Erhebung zu stellen unddas ganze Land werde folgen. Statt aber auf seine Yor-scblâge einzugehen, fühlte der ehrsaxne Rat von Lausanneeinen solcben Schrecken „ob dieser abscbeulichen Handlung",daü er alsbald einen Eilboten nach Béni schickte, den arg-losen Davel gefangen setzte und aile Vorkebrungen traf, uniden Aufstand im Keim zu erstieken. In Bem rief die Nach-richt anfanglicb einen ungeheuren Schrecken hervor; imWaadtland blieb ailes l’uhig. Die eigenen Soldaten Davelswaren erstaunt, als sie von seinem Yorhaben horten. Dertreuherzige Mann hatte es niimlich verschmaht, ii-gendjeman-den zum Mitwisser zu macben. Als ebi’licher Soldat wollteer offen vorgelien und fiir den Fall des Mifilingens niemandenin das Unglück nacb sich ziehen. So konnte Bern seine Be-urteilung ruhig den Ratslxerren von Lausanne selber über-lassen. Ja, als diese ihren Landsmann zum Abhauen derrecliten Hand und zu nachlieriger Enthauptung vei'urteilten,konnte es noch einen Schein von Grofimut üben, indem esihn zur bloüen Hinricbtung begnadigte. Mit der Ruhe einesChristen, überzeugt, dafi seine Aufopferung docli nicht um-sonst sein werde, ging der hocbgesinnte Mann zum Tode.
4. H en zi (1749). — Zwei Jahrzehnte spater muBtedas Berner J’atriziat erfahren, dali der Geist der Emporungin seinen eigenen Maueni weile. Unter den geringen Burgernherrschte nâmlich groBer Unwille gegen die bevorzugten Ge-schlechter, die ihnen nur unbedeutende Amtlein überlieBen.Zuletzt wagte es eine Anzahl, dem Rat eine Bittsclu’ift ein-zureiclien, worin sie sicli in ehrerbietigen Ausdrücken überdas Zusammendrângen der Amter in eine kleine Zahl vonFamilien und andere MiBbrâuclie bescbwerten. Scbon diesefriedliclie Kundgebung erschien den Patriziern als ein Yer-brecben. Die Teilnehmer wurden mehr oder weniger strenge