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Mangel an tüchtigen Lehrern abzuhelfen. Auf die Yolks-scliule sollten nach Stapfers Plan sich Anstalten für diehôhere Bildung aufbauen und als Krone des Ganzen eineschweizerische Hochschule errichtet werden, eineYereinigung von Universitàt und Polytechnikum, an welcheraile Wissenschaften in moglichster Ausdehnung und mit denreichsten Hülfsmitteln gelehrt und gepflegt werden sollten.Auch suchte er eine schweizerische Xationa 1 bib 1 iothekund ein Nationalmuseum zu gründen. Künstler solltenzum Hervorbringen schôner Werke ermutigt und die schwei-zerischen Kunstdenkmâler vor Zerstorung und Yerfall odervor der Versehacherung ins Ausland bewahrt werden. Aberdiese schonen Gedanken kamen nicht zur Yerwirklichung.Auch beim besten Willen und Kônnen war es den Staats-mânnern der Helvetik unmoglich, etwas ErsprieBliches zuleisten, weil ihnen dazu die Mittel fehlten. Nicht nur warenaile Ivassen durch die Pranzosen geplündert ; die neue Re-publik beraubte sich selber fast aller Einkünfte, indem durcheinen der ersten Beschliisse der helvetischen Rate die Zehn-ten und Grundzinse, die Haupteinnahmen der alten Re-gierungen, grôBtenteils unentgeltlich aufgehoben wurden.Und doch war bei den bestandigen Unruhen, den Erpres-sungen der Franzosen und der bald ausbrechenden Kriegsnotan einen regelmâfiigen Bezug von Steuern nicht zu denken. Sobefand sich die helvetische Regierung von Anfang an in trau-riger Geldnot; sie vermochte weder ihre Beamten, noch ihreLehrer und Geistlichen zu besolden. Zuletzt sah man sichzur groBen Erbitterung des getauschten Landvolkes genotigt,die Zehnten und Grundzinse wieder herzustellen, um nurdie dringendsten Ausgaben bestreiten zu konnen.
5. Plünderung und Fremdherrschaft. — DasSchlimmste aber, was der „Helvetik“ anhaftete, war derFluch der damit verbundenen Fremdherrschaft. Diefranzosische Regierung schickte unter dem Titel von „Re-gierungs-Kommissâren“ Landvôgte in die Schweiz, welche dievon Brune begonnene Plünderung nach Krâften fortsetzten.