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Gefangenschaft weilenden Juden gestattete, nach Jerusalemzurückzukehren und den Tempel wieder auszubauen. SeinSohn und Nachfolger Cambyses brachte Aegypten und Ae-thiopien unter die Herrschaft der Perser. Darius und nachihm sein Sohn Xerxes wollten auch Europa erobern, aberdie Griechen geboten ihnen Halt.
7. Die Griechen.
Die ältesten Einwohner von Griechenland waren diePclasger. Später verschwanden diese ganz, und es gelang-ten zur Geltung die Hellenen, deren Stammvater Hellenwar. Die Nachkommen seiner vier Söhne wurden nach ihrenNamen Doricr, Jonier, Aeoler und Achäer genannt.Die Römer aber hiessen die Hellenen nach dem alten Stammeder Griiken — Griechen.
Die älteste Geschichte der Griechen meldet von grossenHelden (s. Bild Vll.). Der glorreichste Heldenzug wardie Fahrt nach Troia in Kleinasien (1194—1 184 v. Chr.).Paris, der Sohn des Königs Priamus von Troia, hatte dieGemahlin des Königs Menelaus von Sparta, Helena, ge-raubt. Deshalb schiffte Menelaus mit vielen griechischenFürsten (Agamenmon, der zum Anführer erwählt wurde,Achilles, Nestor, üdysscus und andern) aus Rache gegenTroia, belagerte die Stadt zehn Jahre lang, eroberte sie end-lich mittelst einer List (hölzernes Pferd) und verbrannte dieganze Stadt.
Ungeachtet der Zerstückelung des Landes in eine Mengekleiner unabhängiger Staaten, blieben die Griechen dennochmiteinander verbunden: 1. durch die gemeinsame Religion(s. Bild V11L); 2. durch die Orakel (das berühmteste warin Delphi); 3. durch die Amphiktyouen d. i. Bündnissezum Schutze der Orakel, und 4. durch die Nationalspiele,von denen z. B. die olympischen Spiele alle Griechenm Eiis (Peloponnes) vereinigten.
Die vorzüglichsten Staaten Griechenlands waren Spartaund Athen.
Sparta erhielt durch Lykurg eine aristokratische Ver-fassung mit zwei Königen, an deren Seite der Rath der 28