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Alten (Gci'usia) stand. Die strengste Lebensweise (s. BildIX.) wurde eingeführt und aller Handel und Verkehr mitandern Ländern untersagt. Hiedurch wurden die Spartanerein tüchtiges Kriegsvolk und errangen für längere Zeit dieHegemonie, d. i. die Oberanführung des verbündeten grie-chischen Heeres, bis diese gegen Ende der Perserkriege andie Athener überging.
Athen gelangte durch die republikanische VerfassungSalons (894) zu noch schönerer Blüthe. Ueber alle wich-tigen Angelegenheiten des Krieges und des Friedens entschieddie Volksversammlung, wo jeder, der 20 Jahre altwar, erscheinen und stimmen konnte. Der oberste Wächterdes Staates war der Gerichtshof des Areopag, der aus denweisesten und besten Männern zusammengesetzt war undauch über Leben und Tod entscheiden konnte. Wissenschaftund Künste fanden die sorgfältigste Pflege.
Noch zu Lebzeiten Salons riss Pisistratus die Allein-herrschaft in Athen an sich (860 v. Chr.), die auch auf seineSöhne Hippias und Hipparchus überging. Doch Hip-parchus ward in einer Verschwörung getödtet, und Hippias,aus Athen vertrieben, floh zu den Persern. Als nun dieGriechen auf die Aufforderung des Perserkönigs Darius denHippias nicht wieder aufnahmen und sogar den gegen diePerser gezogenen Griechen in Kleinasien Hilfe sandten, dabrachen die Perser kriege aus.
Die persischen Heere unter Mardonius, sowie unterDatis und Artaphernes, wurden bei Athos und Mara-thon (490 v. Chr.) gänzlich geschlagen. Hernach rückteXerxes, Darius Sohn, mit i,700,000 Mann gegen Griechen-land, schlug den Leonidas mit seinen heldenmüthigen 300Spartanern und 700 Thespiern, durch den verrätherischenGriechen Ephialtes bei den Thermopylen in den Rückenderselben geführt, erlitt aber bei Salamis (480 v. Chr.) einefurchtbare Niederlage durch den athenischen Feldherrn The-mistokles und kehrte so schnell als möglich nach Klein-asien zurück (s. Bild X.).
Zur höchsten Blüthe gelangte Athen unter Perikles(468 v. Chr.), dem gefeierten Redner und Staatsmann, und