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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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tlmme abfiel, die heidnische Religion wieder herzustellen,aber umsonst; er starb bald im Kriege gegen die Perser.Die hierauf folgende Völkerwanderung fegte die altensiechkranken Völker noch vollends hinweg, um neue lebens-kräftige Stämme, die auserwäldten Träger des Christenthums,an deren Stelle zu setzen.

Zuerst brachen die Rothen herein. Kaiser Theodosiustheilte bei seinem Tode das Reich in ein abendländischesoder weströmisches und ein morgeniändisches oderoströmisches Kaiserthum, welche von seinen beiden SöhnenIlonorius und Arcadius beherrscht wurden. Rufinus, derMinister des jungen Arcadius, reizte Alarich, den König derWestgothen, zum Einfalle in Italien. Dieser rückte dreimalauf Rom los und eroberte die Stadt (410 n. Chr.). UnterAthaulf zogen die Rothen dann nach Rallien und Spaniel!und gründeten diesseits und jenseits der Pyrenäen das west-gothische Reich.

Die Hunnen drangen unter Attila, die fiottesgeisselgenannt, bis zum Rhein vor, brachen in Rallien ein, wurdenbei Chalons (451) von dem römischen Feldherrn Aetiuszwar geschlagen, rückten aber gleichwohl im nächsten Jahregegen Rom, das nur durch die Vermittlung des Papstes Leoverschont blieb. Attila zog nach Panonien (Ungarn) zurückund starb 453. Sein Reich fiel auseinander.

Die Vandalen und Sueven zogen nach Spanien, vonda unter Geiserich nach Afrika und gründeten daselbst dasvandalische Reich. Im Jahre 455 kam Reiserich nachRom und plünderte die Stadt vierzehn Tage lang.

Die liurgunder nahmen ihre Wohnsitze am Oberrhein, dieF r a n k e n an der Mosel; die A n g e 1 n und S a c h s e n zogen nachRritannien und gründeten Angelsachsen, das heutige England.

Rom war zum Spielball der Völker geworden, indembald diese, bald jene dort herrschten, bis Odoaker, Refehls-haber der lleruler und Rugier, den letzten Kaiser von Rom,RomulusAugustulus, vorn Throne stiess und so den Un-tergang des weströmischen Reiches herbeiführte im Jahrs470 n. Chr. Das oströmische Reich bestand bis zum Jahre1453, wo es von den Türken erobert wurde.