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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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In solche traurige Widersprüche verliertsich der Atensch, der sich freiwillig von derWahrheit entfernt. Auch die Heiden hätten den ein-zig wahren Gott erkennen können, obwohl ihnen das Lichtder göttlichen Offenbarung noch nicht leuchtete. DennTho-ren find alle Menschen," sagt die hl. Schrift,bei denenkeine Kenntniß Gottes ist; aus dem Guten, vas sichtbarerscheint, vermochten sie nicht den zu erkennen, der da ist,und ob sie gleich die Werke betrachteten, erkannten sienicht, wer der Meister ist, sondern hielten entweder dasFeuer oder den Wind, oder die leicht bewegliche Luft,oder den Kreis der Gestirne, oder das mächtige Wasser,oder Sonne und Mond für Götter, welche die Welt re-gieren." Aber die Heiden wollten eben die Wahrheit, denSchöpfer nicht erkennen, um ihren Gelüsten fröhneu zukönnen. Der Christ hat daher wahrlich nicht Ursache, sichnach diesen Göttern" zurückzusehnen, wie dies der be-rühmte Dichter Schiller in seinem GedichteDie GötterGriechenlaud's" gethan hat.

IX. Die schwarze Suppe.

Der Grundzug der Verfassung, welche der spartanischeGesetzgeber Lykurg seinem Volke gab, war die Abhär-tung für den Krieg, während die Verfassung Solon'svorzüglich Künste und Wissenschaften beförderte.

Jeder Spartaner war ein geborner Krieger, das ganzeVolk ein Kriegervolk, dem keine Anstrengung, keine Ge-fahr zu groß war, wenn es galt, das Vaterland zu ver-theidigen und den väterlichen Herd zu schützen. Den größ-ten Theil des Tages übte es sich im Fechten, Ringen,Laufen und Werfen, um den Körper recht behende undzur Ertragnng der Kriegsbeschwerden geschickt zu machen.In die Schlacht zogen die Spartaner bekränzt, mit Musikund Gesang, wie zu einem Feste, in blutsarbiger Klei-dung. Sieg oder Tod war die Losung. Der Flüchtling