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klar erkannt. Sie machen darauf aufmerksam, daß keinanderes Land in Europa so deutlich durch seine Naturbestimmt sei, ein Ganzes zu bilden und die umliegendenLänder zu beherrschen, wie Italien. „Im Norden," sagtder Naturforscher Plinius, „bilden die Alpen eine natür-liche Felsenmauer gegen jeden Angriff, auf allen übrigenSeiten schützt das Bteer. Italien hat wenig Häfen, da-durch wird der Angriff von Außen erschwert. Die wenigenaber, welche es besitzt, sind groß und trefflich, sie erleich-tern die Unternehmungen nach Außen. Zu diesen Vorzügenkommt das glückliche Klima, gleich weit entfernt von über-mäßiger Hitze, wie Kälte; dies fördert das Gedeihen allerNaturprodukte, ohne die Kraft des Menschen zu lähmen.Die Apenninen, welche das ganze Land durchziehen, habenzu beiden Seiten breite Ebenen und fruchtbare Hügel,voll Waldungen für den Schiffbau und voll nährenderKräuter für die Heerden. Reich ist es auch au Flüssenund Seeen, an warmen und kalten Quellen, an Metallenaller Art. Die Elite der Früchte ist nicht zu beschreiben.Wahrlich, die Götter selbst haben dieses Land erwählt zueiner Erzieherin aller übrigen, damit es die getrenntenReiche vereinige und ihre Sitten mildere, die vielgethcil-ten Mensche» unter sich verständige, kurz, daß es einVaterland werde allen Völkern des Erdkreises."Diese wahrhaft prophetischen Worte haben sich buchstäb-lich erfüllt. Italien wurde, von der göttlichen Vorsehungdazu bestimmt, in der Folge die Beherrscherin der altenWelt. Wir werden jedoch in einem spätern Bilde sehen,daß diese Weltherrschaft Italiens nur wiederum einemandern großen Zwecke Gottes, der Gründung undVerbreitung des Christenthums, dienen mußte, denn„Rom und Reich, um Wahres zu verkünden,Ward nur gestiftet, um den heiligen OrtZum Sitz für Perri Folger zu begründen,"
singt Italiens unsterblicher Dichter, Dante.
Weltgeschichte. 5